Neues am Horizont

Zukunft Basisbildung hat gestern auf facebook den Neuen-Horizont-Bericht gepostet. Da bin ich natürlich gleich hineingekippt. Von MOOC (= Massive Open Online Course) ist da die Rede und Tablet Computing. Ob das was für die Basisbildung ist? Über Twitter hatte ich mal bei einem MOOC-Denker, Howard Rheingold, nachgefragt, ob diese Art von Online-Kursen wohl eher für geübte Lernende sei: “definitively” war die Antwort. Von der Taxonomie der Lernziele her ist das eigentlich logisch. Während wir uns in der Basisbildung hauptsächlich mit remember / understand / apply befassen, starten MOOCs bei aggregate und gehen über remix und repurpose bis zu feed forward. Das sind schon sehr schöpferische Tätigkeiten, die geübte geistige Fertigkeiten voraussetzen. Aber warum nicht mal das Pferd der Lernziel-Taxonomien von hinten aufzäumen? Wenn sich die Lernenden gefordert fühlen, wird es sich positiv auf ihre Motivation und ihre Wirkungsmächtigkeit auswirken. Vielleicht ist das einfach eine Frage der Erwartungshaltungen und des Coachings. Beispiele für gelungene Selbststeuerungen in Basisbildungskursen gibt es ja schon – unlängst erst wieder in “Fit wie ein Turnschuh” bei ISOP in Graz.
Ganz neugierig bin ich allerdings auf das tablet computing. Ich bin ja selber ein Fan von diesen Geräten und erkunde gern, was sie (schon) alles können. Dass die Dinger momentan in der Usability die Nase vorn haben, steht für mich außer Zweifel. Noch dazu werden sie gerade immer leistbarer, das Angebot an Apps schnellt in die Höhe, die wichtigsten Produkthersteller sind auf den Trend aufgesprungen. Mal sehen, was da noch kommt. Sicher ist, dass die einfache Bedienbarkeit und das riesige Angebot an multimedialen Inhalten / Funktionen Jung & Alt innerhalb von Minuten in den Bann zieht: optimale Lernvoraussetzungen also. Bei meinen Jugendlichen jedenfalls kommt das Tablet super an. Bei meiner Elterngeneration genauso.
Wer hätte gedacht, dass sich die Generationen mal über die neuen Technologien einig sein werden?

Renate Ömer, BHW NÖ

Future Fantastic!

Neue Technologien: Man kann sie mögen, man kann sie albern finden, man kann sie gefährlich finden, aber man kann sie schwer ignorieren. Sie sind bereits viel zu stark Teil unserer Alltagsrealität, sei es beruflich, schulisch oder privat. Dabei ist der Höhepunkt der Entwicklung noch längst nicht erreicht. Im Gegenteil: Die Technologiebranche befindet sich gefühlt im Aufschwung.

Neue Technik-Trends aus Las Vegas
Dieser Tage fand in Las Vegas die CES 2013 statt, auf der Trends und Neuentwicklungen vorgestellt wurden. Neben selbstfahrenden Autos und sogenannten Smartwatches prognostiziert man für das Jahr 2013 einen weiteren Bedeutungsgewinn des Tablet-PCs – mal wieder. Die Branche sprüht vor Ideen, wie man neue Technologien kreativ und gewinnbringend nutzen könnte. Welche davon es tatsächlich schaffen, zeigt die Zukunft. Fest steht: Neue Medien sind für die meisten Menschen in Mitteleuropa ein fester Bestandteil des Alltags – Tendenz steigend.

“Future Fantastic!” im Kurs
Auch in Basisbildungskursen kommen Neue Medien seit Jahren vielfältig zum Einsatz. Viele neue Möglichkeiten tun sich für KursteilnehmerInnen auf: So ist es möglich über Dienste wie Skype oder Facebook mit Angehörigen und Freunden in Kontakt zu bleiben, die weiter weg wohnen. Die Informationssuche mit Suchmaschinen macht das Leben leichter. Videos, Musik und Lernapplikationen bringen mehr Farbe in den Kurs. Und auch Social Media. Viele KursteilnehmerInnen besitzen mittlerweile einen Computer und/oder ein Smartphone. Allerdings wissen sie oft nicht, wie sie diese – abgesehen vom Telefonieren und Texteschreiben – verwenden können.
Didaktisch sinnvoll integriert, unterstützen Neue Medien Lernprozesse in Basisbildungskursen und machen Inhalte greifbarer. Und es gibt noch reichlich Raum für Innovation!

Future Fantastic?

Vieles, was wir heute als alltäglich empfinden, war vor 50 Jahren noch „Science-Fiction“. In 50 Jahren wird vieles, was wir heute als „Science-Fiction“ empfinden, alltäglich sein.

So gesehen leben wir heute in der fantastischen Zukunft von gestern. Gleichzeitig befinden wir uns heute auf dem Weg in die fantastische Zukunft von morgen. Was ist dann eigentlich übermorgen?

Es ist verwirrend und spannend zugleich, darüber nachzudenken.

Was hat das Ganze mit Lernen zu tun? Als ich den Film „Matrix“ vor Jahren das erste Mal sah, war ich gleichermaßen fasziniert wie geschockt von der Idee, einen Stecker im Hinterkopf zu haben, über den Wissen via Kabel übertragen werden kann – innerhalb von Sekunden. Man braucht keine(n) TrainerIn oder LernbegleiterIn. Ein einfacher Knopfdruck genügt. Ob solch eine Art von Lernen jemals möglich sein wird und sich durchsetzen würde, sei an dieser Stelle mal ausdrücklich in Frage gestellt. Tatsache ist aber, dass Technologien, wie Computer und das Internet, zunehmend ihren Platz im Alltag finden. Ein alltagsorientiertes Lernen kann sie daher auch nicht ignorieren.

Im Tagungs-Workshop „Future Fantastic – Kein Bock auf Block? Mach Blog!“ werfen wir gemeinsam einen Blick auf die fantastische Zukunft von gestern, das „Heute“ also. Ein kurzer Video-Clip von 1967 soll zeigen, wie man sich das Lernen von heute vor 50 Jahren vorgestellt hat. Manches ist eingetreten, manches (glücklicherweise) nicht.

Anhand eines Weblogs erkunden wir dann gemeinsam, welche Einsatzmöglichkeiten neue Technologien (wie Social Media) für Basisbildungskurse bieten können. Das kann dann auch gleich vor Ort ausprobiert werden…