Social Media: der? die? das?

Web Literacy Konferenz

Web Literacy

Social Media sind weder geschlechtsneutral noch verwendungsneutral. Sie unterstützen bestimmte Handlungsrollen und –zwecke, weil sie für ein bestimmtes Publikum und für bestimmte Handlungszusammenhänge entwickelt wurden. Über ihre technischen und kommunikativen Funktionen geben Sie Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung vor: Sie “schreiben” mit.
Fürs erste genügt das Wissen um diese Zusammenhänge, wenn es um die Verwendung von Social Software im Lernkontext geht. Im Stadium der konkreten Unterrichtsplanung sind dann präzisere Informationen zur Passung von Lernbedarfen und -bedürfnissen, Lernstand und Lernzielen gefragt. Genau solche liefert das Teilprojekt Social Media in der Basisbildung in Form von ausgewählten Tools und anschaulich beschriebenen Unterrichtsszenarios.
Als zentrales Gleichstellungsziel für das Projekt In Bewegung IV wurde das Abbauen von Zugangshemmnissen „[…] zum lebenslangen Lernen und zur Partizipation sowie die Erhöhung der Chancen auf eine längerfristige Sicherung der Beschäftigungsverhältnisse [festgeschrieben].“ (Gesamtantrag In Bewegung IV)
Für das Teilprojekt 5 und seine Arbeit mit digitalen Technologien, insbesondere den Social Media, bedeutet das in der Hauptsache, dass lernförderliche Voraussetzungen geschaffen und bedürfnisspezifische Handlungsoptionen umgesetzt werden: konkret in der Herangehensweise an das Lernen mit und am Computer, in der Arbeit an inhaltlichen und bedienungstechnischen Lernzielen, in der Unterstützung bei der individuellen Weiterarbeit. Dabei wurde klar, dass die Umsetzungsbedingungen institutionelle, individuelle und kulturelle Dimensionen haben. Weiterlesen

Sagen Sie uns die Meinung!

Evaluation zur Nutzung von Social Media in der Basisbildung und Alphabetisierung.

In.Bewegung versteht sich seit Jahren als Partnerschaft, die den Diskurs der Basisbildung und Alphabetisierung in Österreich mit Innovationen anreichert. Es gehört zum Programm dieser Partnerschaft sich permanent zu überlegen, was aktuelle und auch zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen für die Basisbildung bedeuten, wie wir diese nutzen und mitgestalten können. Das Thema Social Media in der Basisbildung drängte sich in diesem Zusammenhang bald in den Fokus unserer Arbeit. Bereits 2012 wurde es zum Inhalt der jährlich stattfindenden Konferenz zur Zukunft der Basisbildung gemacht: Web Literacy beschäftigte sich 2 Tage lang mit dem Potenzial von Social Media für unser Arbeitsfeld.

Mit der Konferenz startete ein Social Media Schwerpunkt von In.Bewegung: Die Kommunikation über das Blog Zukunft Basisbildung, sowie über Facebook und Youtube wurde intensiviert, eine Reihe mit Kurzvideos (ZIB –Zwei Minuten In.Bewegung) wurde gestaltet. Alf, der Botschafter des Alfa-Telefons wurde auf die Reise geschickt, und ein Blog von TrainerInnen für TrainerInnen (Praxis Basisbildung) wurde ins Leben gerufen.

Wir möchten nun einen Eindruck gewinnen, ob unsere Aktivitäten im Rahmen von Zukunft Basisbildung zum Thema Social Media wahrgenommen wurden, und wir möchten wissen, wo wir richtig, wo wir falsch lagen, was den Diskurs weiterentwickelt hat. Daher bitten wir Sie/dich, uns im Rahmen unserer Online-Evaluation bis spätestens 3.2.2014 ein Feedback zu geben. Eine Weitergabe bzw. Verbreitung des Links ist sehr erwünscht!

Diversity in Social Media

Von der Nutzung des Internets versprachen sich Fachleute schon vor Jahren die Inklusion von Benachteiligten. Zuletzt wurde diese Hoffnung in Bezug auf das Lernen mit digitalen Medien gehegt, v. a. über den Ausgleich von Mobilitätsdefiziten. Doch wie gut können digitale Medien Ungleichheiten tatsächlich ausgleichen? Was ist der Mehrwert bei der Verwendung digitaler Technologien?

Das BHW NÖ hat sich im Rahmen von In Bewegung IV seit 2011 mit diesen Fragen beschäftigt. Ausgehend von den Problemstellungen in der Kurspraxis, wurden Möglichkeiten und Beispiele zur nutzbringenden Verwendung entwickelt. Grundlegend sind der Zugang zu digitalen Geräten und der Nutzen, den sich die Lernenden davon versprechen. Es geht konkret um das Vorhandensein von:

Tablets

Tablets

 

  • digitalen Geräten
  • internetfähigen digitalen Geräten
  • tatsächlich nutzbarem Internetzugang
  • Internet-Nutzungsverhalten
  • Entdeckungsfreude
  • Vertrauen in die eigene Problemlösefähigkeit

Der Nutzen

Es stellte sich als zielführend heraus, die Diversity-Maßnahmen von den materiellen und lernstrategischen Ressourcen der Zielgruppe abzuleiten. Die wichtigste Überlegung dabei war, von tatsächlichen Problemstellungen der Lernenden ausgehend den Nutzen von Wissen erkennbar zu machen. Anschließend wird das Wissen von den Lernenden bewertet und in der konkreten Sitation angewandt, später noch ausgebaut.
Einige Lernende kommen zum Beispiel mit neuen Handys oder sogar Tablets in den Kurs, sind stolz auf sie und wollen damit arbeiten. Der Stolz, das Sozialprestige, das mit diesen Geräten verbunden ist, kann eine großartige Triebfelder für das Lernen sein. Die gilt es auf jeden Fall zu nutzen (und immer wieder “aufzuziehen”). Andere Lernende besitzen Handys, kommen aber nicht damit zurecht und schämen sich zu fragen. Da hat sich bewährt, den Wert des Gerätes herauszustellen, seine Funktionen zu zeigen und die Lernenden behutsam heranzuführen. Sobald die Lernenden einen persönlichen Nutzen erkennen, ist die Lernmotivation für weitere Schritte da.
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Ich bin dabei, du bist dabei… Wer noch?

So. Wir sind dabei, bei den sozialen Medien – auch “Social Media” genannt. Diese zwei Wörter stehen für Kommunikation, Interaktion und Vernetzung. Natürlich sind das auch aus Sicht der Basisbildung attraktive Begriffe. Wenn diese Medien diesen Mehrwert versprechen, macht es Sinn sich das etwas genauer anzuschauen.

Nur: Wo anfangen? Wer ist noch da draußen im World-Wide-Web aktiv? Mit wem soll ich mich vernetzen? Woher soll ich wissen, wer sich für ähnliche Themen wie ich interessiert? Gibt es überhaupt andere Organisationen oder Einzelpersonen, die sich mit Basisbildung im weiteren Sinne beschäftigen?

Wir von in.Bewegung sind seit Februar 2012 dabei und betreiben diesen Blog, unsere Facebook-Seite, einen Youtube-Kanal und sind bei Twitter aktiv. Um die Vernetzung zu vereinfachen, haben wir uns überlegt, für die Basisbildung relevante Online-Auftritte zu sammeln und für alle zugänglich zu machen. Dafür benötigen wir eure Mithilfe.

Wir suchen:

  • Organisationen und Institutionen im Bereich der Basisbildung
  • Facebook-Gruppen und Facebook-Seiten, die für die Basisbildung wichtig sind
  • Interessante Twitter-Profile
  • Sonstige relevante Online-Auftritte

Online-Auftritte im Feld der Basisbildung

Bitte ergänzt dieses Google-Doc mit euren Einträgen und Tipps. Die fertige Sammlung wird im Herbst hier auf dem Blog als Download veröffentlicht.

Vielen Dank schon im Voraus für das Engagement.

In.Bewegung – Jahresbericht

Entwicklung, Qualität und Vernetzung sind die Kernthemen der Projektpartner von In.Bewegung. Lesen Sie selbst im Jahresbericht 2012 nach, was in den Bereichen Qualitätsentwicklung, Lernergebnisorientierung, Neue Lernorte, Social Media in der Basisbildung, innovative Maßnahmen für den Transfer, Öffentlichkeitsarbeit und Zielgruppenerschließung entwickelt und umgesetzt wurde.

JB 2012

 

Neues am Horizont

Zukunft Basisbildung hat gestern auf facebook den Neuen-Horizont-Bericht gepostet. Da bin ich natürlich gleich hineingekippt. Von MOOC (= Massive Open Online Course) ist da die Rede und Tablet Computing. Ob das was für die Basisbildung ist? Über Twitter hatte ich mal bei einem MOOC-Denker, Howard Rheingold, nachgefragt, ob diese Art von Online-Kursen wohl eher für geübte Lernende sei: “definitively” war die Antwort. Von der Taxonomie der Lernziele her ist das eigentlich logisch. Während wir uns in der Basisbildung hauptsächlich mit remember / understand / apply befassen, starten MOOCs bei aggregate und gehen über remix und repurpose bis zu feed forward. Das sind schon sehr schöpferische Tätigkeiten, die geübte geistige Fertigkeiten voraussetzen. Aber warum nicht mal das Pferd der Lernziel-Taxonomien von hinten aufzäumen? Wenn sich die Lernenden gefordert fühlen, wird es sich positiv auf ihre Motivation und ihre Wirkungsmächtigkeit auswirken. Vielleicht ist das einfach eine Frage der Erwartungshaltungen und des Coachings. Beispiele für gelungene Selbststeuerungen in Basisbildungskursen gibt es ja schon – unlängst erst wieder in “Fit wie ein Turnschuh” bei ISOP in Graz.
Ganz neugierig bin ich allerdings auf das tablet computing. Ich bin ja selber ein Fan von diesen Geräten und erkunde gern, was sie (schon) alles können. Dass die Dinger momentan in der Usability die Nase vorn haben, steht für mich außer Zweifel. Noch dazu werden sie gerade immer leistbarer, das Angebot an Apps schnellt in die Höhe, die wichtigsten Produkthersteller sind auf den Trend aufgesprungen. Mal sehen, was da noch kommt. Sicher ist, dass die einfache Bedienbarkeit und das riesige Angebot an multimedialen Inhalten / Funktionen Jung & Alt innerhalb von Minuten in den Bann zieht: optimale Lernvoraussetzungen also. Bei meinen Jugendlichen jedenfalls kommt das Tablet super an. Bei meiner Elterngeneration genauso.
Wer hätte gedacht, dass sich die Generationen mal über die neuen Technologien einig sein werden?

Renate Ömer, BHW NÖ

Future Fantastic!

Neue Technologien: Man kann sie mögen, man kann sie albern finden, man kann sie gefährlich finden, aber man kann sie schwer ignorieren. Sie sind bereits viel zu stark Teil unserer Alltagsrealität, sei es beruflich, schulisch oder privat. Dabei ist der Höhepunkt der Entwicklung noch längst nicht erreicht. Im Gegenteil: Die Technologiebranche befindet sich gefühlt im Aufschwung.

Neue Technik-Trends aus Las Vegas
Dieser Tage fand in Las Vegas die CES 2013 statt, auf der Trends und Neuentwicklungen vorgestellt wurden. Neben selbstfahrenden Autos und sogenannten Smartwatches prognostiziert man für das Jahr 2013 einen weiteren Bedeutungsgewinn des Tablet-PCs – mal wieder. Die Branche sprüht vor Ideen, wie man neue Technologien kreativ und gewinnbringend nutzen könnte. Welche davon es tatsächlich schaffen, zeigt die Zukunft. Fest steht: Neue Medien sind für die meisten Menschen in Mitteleuropa ein fester Bestandteil des Alltags – Tendenz steigend.

“Future Fantastic!” im Kurs
Auch in Basisbildungskursen kommen Neue Medien seit Jahren vielfältig zum Einsatz. Viele neue Möglichkeiten tun sich für KursteilnehmerInnen auf: So ist es möglich über Dienste wie Skype oder Facebook mit Angehörigen und Freunden in Kontakt zu bleiben, die weiter weg wohnen. Die Informationssuche mit Suchmaschinen macht das Leben leichter. Videos, Musik und Lernapplikationen bringen mehr Farbe in den Kurs. Und auch Social Media. Viele KursteilnehmerInnen besitzen mittlerweile einen Computer und/oder ein Smartphone. Allerdings wissen sie oft nicht, wie sie diese – abgesehen vom Telefonieren und Texteschreiben – verwenden können.
Didaktisch sinnvoll integriert, unterstützen Neue Medien Lernprozesse in Basisbildungskursen und machen Inhalte greifbarer. Und es gibt noch reichlich Raum für Innovation!

Future Fantastic?

Vieles, was wir heute als alltäglich empfinden, war vor 50 Jahren noch „Science-Fiction“. In 50 Jahren wird vieles, was wir heute als „Science-Fiction“ empfinden, alltäglich sein.

So gesehen leben wir heute in der fantastischen Zukunft von gestern. Gleichzeitig befinden wir uns heute auf dem Weg in die fantastische Zukunft von morgen. Was ist dann eigentlich übermorgen?

Es ist verwirrend und spannend zugleich, darüber nachzudenken.

Was hat das Ganze mit Lernen zu tun? Als ich den Film „Matrix“ vor Jahren das erste Mal sah, war ich gleichermaßen fasziniert wie geschockt von der Idee, einen Stecker im Hinterkopf zu haben, über den Wissen via Kabel übertragen werden kann – innerhalb von Sekunden. Man braucht keine(n) TrainerIn oder LernbegleiterIn. Ein einfacher Knopfdruck genügt. Ob solch eine Art von Lernen jemals möglich sein wird und sich durchsetzen würde, sei an dieser Stelle mal ausdrücklich in Frage gestellt. Tatsache ist aber, dass Technologien, wie Computer und das Internet, zunehmend ihren Platz im Alltag finden. Ein alltagsorientiertes Lernen kann sie daher auch nicht ignorieren.

Im Tagungs-Workshop „Future Fantastic – Kein Bock auf Block? Mach Blog!“ werfen wir gemeinsam einen Blick auf die fantastische Zukunft von gestern, das „Heute“ also. Ein kurzer Video-Clip von 1967 soll zeigen, wie man sich das Lernen von heute vor 50 Jahren vorgestellt hat. Manches ist eingetreten, manches (glücklicherweise) nicht.

Anhand eines Weblogs erkunden wir dann gemeinsam, welche Einsatzmöglichkeiten neue Technologien (wie Social Media) für Basisbildungskurse bieten können. Das kann dann auch gleich vor Ort ausprobiert werden…