Wählen gerne! Aber wie?!

Ein Brief vom Bürgermeister liegt in meinem Postkasten. Informationen zur Nationalratswahl am 29. September. Wahlzeiten, das zuständige Wahllokal sind angeführt, der Weg zur Beantragung einer Wahlkarte ist genau beschrieben.
Und ich weiß mit Sicherheit: Dieser Brief wird in vielen Haushalten ungelesen im Müll landen.

Nein, es ist nicht Politikverdrossenheit oder schlichtweg Desinteresse – es sind die vielen kleinen Buchstaben, die erfasst, verbunden, gelesen, verstanden werden müssen. Zwei Seiten sinnerfassend lesen – zu groß ist die Hürde für viele Erwachsene.

Denn: 15 von 100 Erwachsenen in Österreich können nicht ausreichend lesen, schreiben oder rechnen. Beruf und Alltag werden zum Hürdenlauf – zur Wahl gehen ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Wo befindet sich mein Wahllokal? Wie lange hat es offen? Wann ist der Stimmzettel gültig ausgefüllt? Fragen über Fragen, die immer wieder vor Wahlen in den Kursen des Basisbildungszentrums abc-Salzburg auftauchen. Dort stehen die Lernbedarfe und Interessen der KursteilnehmerInnen im Mittelpunkt. Und zurzeit erleben es unsere KursteilnehmerInnen wieder einmal hautnah:

Über das Wahlrecht zu verfügen ist eine Sache – davon tatsächlich Gebrauch machen zu können, ist das was wirklich zählt.

Ich bin dabei, du bist dabei… Wer noch?

So. Wir sind dabei, bei den sozialen Medien – auch “Social Media” genannt. Diese zwei Wörter stehen für Kommunikation, Interaktion und Vernetzung. Natürlich sind das auch aus Sicht der Basisbildung attraktive Begriffe. Wenn diese Medien diesen Mehrwert versprechen, macht es Sinn sich das etwas genauer anzuschauen.

Nur: Wo anfangen? Wer ist noch da draußen im World-Wide-Web aktiv? Mit wem soll ich mich vernetzen? Woher soll ich wissen, wer sich für ähnliche Themen wie ich interessiert? Gibt es überhaupt andere Organisationen oder Einzelpersonen, die sich mit Basisbildung im weiteren Sinne beschäftigen?

Wir von in.Bewegung sind seit Februar 2012 dabei und betreiben diesen Blog, unsere Facebook-Seite, einen Youtube-Kanal und sind bei Twitter aktiv. Um die Vernetzung zu vereinfachen, haben wir uns überlegt, für die Basisbildung relevante Online-Auftritte zu sammeln und für alle zugänglich zu machen. Dafür benötigen wir eure Mithilfe.

Wir suchen:

  • Organisationen und Institutionen im Bereich der Basisbildung
  • Facebook-Gruppen und Facebook-Seiten, die für die Basisbildung wichtig sind
  • Interessante Twitter-Profile
  • Sonstige relevante Online-Auftritte

Online-Auftritte im Feld der Basisbildung

Bitte ergänzt dieses Google-Doc mit euren Einträgen und Tipps. Die fertige Sammlung wird im Herbst hier auf dem Blog als Download veröffentlicht.

Vielen Dank schon im Voraus für das Engagement.

Meine Schwester (H)elena

„15 von 100 Erwachsenen können nicht ausreichend lesen, schreiben oder rechnen!“ Bühne frei für ein verdecktes Problem!

Zum Inhalt
Schon mal in ein Buch hinein gefallen? Nicht in die Geschichte, sondern direkt in den Text. Der fünfzehnjährigen Mila passiert genau das – sie erwacht ausgerechnet im Tagebuch ihrer Mutter Marion. Mit einem Mal befindet sie sich mitten auf den Buchseiten, auf Insektengröße geschrumpft, zwischen den einzelnen Wörtern.
Welche Familiengeheimnisse verstecken sich in dem Tagebuch? Wie viel weiß Mila wirklich über die Vergangenheit ihrer Mutter? Nach und nach wird in Rückblenden die Lebensgeschichte ihrer Mutter aufgerollt.
Von ihren Mitschülerinnen gemobbt, weil sie nicht richtig lesen und schreiben kann – „Du letzte-Reihe-Hockerin! Du Anaal-phabet“ – findet sie in ihrer Freizeit Bestätigung im Schwimmtraining. Ihre Trainerin weiß, dass sie das Zeug für eine richtige Karriere hat und wischt Marions Bedenken beiseite: „Die Schule, die Jungs, die Hormone – alles schön und gut. In erster Linie bist du eine Schwimmerin, eine verdammt gute!“ Marion meistert viele Hürden, die es als Erwachsene zu meistern gilt, wenn die Basisbildung fehlt. Eine starke Frau, die Karriere als Schwimmerin macht und sich als Erwachsene noch für einen Basisbildungskurs entscheidet – Motivation ist ihre Tochter…

Das Theaterstück, das sowohl Jugendliche als auch Erwachsene anspricht, wurde in Zusammenarbeit mit dem abc-Salzburg geschrieben, in Salzburg uraufgeführt und ist ein echter Renner!

20 Folien x 20 Sekunden

YouTube Preview Image

Immer wieder einmal müssen Organisationen ihre Basisbildungsarbeit präsentieren. „Bring deine Botschaft auf den Punkt und das in fünf bis sieben Minuten“ ist die Devise! Sonst ist die Aufmerksamkeit weg. PolitikerInnen, potentielle Fördergeber, Leute aus der Wirtschaft haben’s eilig! Diese gelebte Erfahrung war Ausgangspunkt für ein Arbeitspaket des Basisbildungszentrums abc-Salzburg, umgesetzt im Rahmen des Projekts In.Bewegung – Netzwerk Basisbildung und Alphabetisierung in Österreich.
Das abc-Salzburg hat eine knackige Präsentation erstellt und im Rahmen der Pecha Kucha Night vol. 14 in Salzburg auf die Bühne gebracht. Wie immer galt die Regel: „Bring deine Vision auf den Punkt – du hast genau 6 Minuten 40 Zeit dafür!“. Ein Ausschnitt dieser Pecha Kucha Night ist in dieser Ausgabe der Videoreihe „2 Minuten Basisbildung“ zu sehen.

Apropos Pecha Kucha
Dieses kurzweilige Präsentationsformat wurde im Architekturbüro Klein Dytham in Japan 2003 erfunden. Die ArchitektInnen hatten genug von den elendslangen, langweiligen PPT-Präsentationen und führten eine zündende Regel ein: Du kannst deine Idee gerne präsentieren – nur zu einer Bedingung: Dein Vortrag umfasst 20 Bilder. Pro Bild hast du genau 20 Sekunden Zeit. Macht in Summe exakt 6:40 Minuten Redezeit. Inzwischen hat Pecha Kucha die ArchitektInnenszene verlassen und ist in 581 Städten der Welt vertreten. Salzburg, Innsbruck, Wien, Dornbirn und Linz sind auch dabei!

Alf’s Reisetagebuch – Teil 1

 

Seit ich mich vor einigen Wochen auf den Weg gemacht habe, war ich schon an so einigen fantastischen Orten. Ich kann euch gar nicht sagen wie schön es ist, endlich mal raus und unter die Leute zu kommen…

 

 

Am 29. März war ich auf der Durchreise am Salzburger Hauptbahnhof. Da war vielleicht was los: Leute von der Presse und so. Da bin ich schnell weitergedüst!

 

 

Graz war mein nächstes Ziel. Da hatte ich einen wichtigen Termin für ein FunPic-Shooting. Der Freiheitsplatz hat mir nicht nur wegen des schönen Namens gefallen. Die Statue in der Mitte war allerdings nicht so gesprächig. Sei’s drum: War trotzdem lustig.

 

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Future Fantastic?

Vieles, was wir heute als alltäglich empfinden, war vor 50 Jahren noch „Science-Fiction“. In 50 Jahren wird vieles, was wir heute als „Science-Fiction“ empfinden, alltäglich sein.

So gesehen leben wir heute in der fantastischen Zukunft von gestern. Gleichzeitig befinden wir uns heute auf dem Weg in die fantastische Zukunft von morgen. Was ist dann eigentlich übermorgen?

Es ist verwirrend und spannend zugleich, darüber nachzudenken.

Was hat das Ganze mit Lernen zu tun? Als ich den Film „Matrix“ vor Jahren das erste Mal sah, war ich gleichermaßen fasziniert wie geschockt von der Idee, einen Stecker im Hinterkopf zu haben, über den Wissen via Kabel übertragen werden kann – innerhalb von Sekunden. Man braucht keine(n) TrainerIn oder LernbegleiterIn. Ein einfacher Knopfdruck genügt. Ob solch eine Art von Lernen jemals möglich sein wird und sich durchsetzen würde, sei an dieser Stelle mal ausdrücklich in Frage gestellt. Tatsache ist aber, dass Technologien, wie Computer und das Internet, zunehmend ihren Platz im Alltag finden. Ein alltagsorientiertes Lernen kann sie daher auch nicht ignorieren.

Im Tagungs-Workshop „Future Fantastic – Kein Bock auf Block? Mach Blog!“ werfen wir gemeinsam einen Blick auf die fantastische Zukunft von gestern, das „Heute“ also. Ein kurzer Video-Clip von 1967 soll zeigen, wie man sich das Lernen von heute vor 50 Jahren vorgestellt hat. Manches ist eingetreten, manches (glücklicherweise) nicht.

Anhand eines Weblogs erkunden wir dann gemeinsam, welche Einsatzmöglichkeiten neue Technologien (wie Social Media) für Basisbildungskurse bieten können. Das kann dann auch gleich vor Ort ausprobiert werden…