Sagen Sie uns die Meinung!

Evaluation zur Nutzung von Social Media in der Basisbildung und Alphabetisierung.

In.Bewegung versteht sich seit Jahren als Partnerschaft, die den Diskurs der Basisbildung und Alphabetisierung in Österreich mit Innovationen anreichert. Es gehört zum Programm dieser Partnerschaft sich permanent zu überlegen, was aktuelle und auch zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen für die Basisbildung bedeuten, wie wir diese nutzen und mitgestalten können. Das Thema Social Media in der Basisbildung drängte sich in diesem Zusammenhang bald in den Fokus unserer Arbeit. Bereits 2012 wurde es zum Inhalt der jährlich stattfindenden Konferenz zur Zukunft der Basisbildung gemacht: Web Literacy beschäftigte sich 2 Tage lang mit dem Potenzial von Social Media für unser Arbeitsfeld.

Mit der Konferenz startete ein Social Media Schwerpunkt von In.Bewegung: Die Kommunikation über das Blog Zukunft Basisbildung, sowie über Facebook und Youtube wurde intensiviert, eine Reihe mit Kurzvideos (ZIB –Zwei Minuten In.Bewegung) wurde gestaltet. Alf, der Botschafter des Alfa-Telefons wurde auf die Reise geschickt, und ein Blog von TrainerInnen für TrainerInnen (Praxis Basisbildung) wurde ins Leben gerufen.

Wir möchten nun einen Eindruck gewinnen, ob unsere Aktivitäten im Rahmen von Zukunft Basisbildung zum Thema Social Media wahrgenommen wurden, und wir möchten wissen, wo wir richtig, wo wir falsch lagen, was den Diskurs weiterentwickelt hat. Daher bitten wir Sie/dich, uns im Rahmen unserer Online-Evaluation bis spätestens 3.2.2014 ein Feedback zu geben. Eine Weitergabe bzw. Verbreitung des Links ist sehr erwünscht!

Zielgruppenerschließung im Spannungsfeld Gendermainstreaming und Diversity

Sehen und Verstehen – muss es immer Text sein?

Diese Fragestellung beschäftigte die Mitarbeiter/innen der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft im Zuge ihrer Arbeit in der Entwicklungspartnerschaft In.Bewegung. Damit im Sinne eines ganzheitlichen Gender und Diversity Ansatzes junge Erwachsene unabhängig von Bildungsstand, Sprache, Herkunft, Alter etc. auf das Angebot aufmerksam werden, wurden Werbeträger ohne (mit wenig) Text entwickelt: Die BABICO DO-IT-YOURSELF -AUFSTELLER.

Alle diese Bilder im Kopf

Ein ansprechendes Medium ohne Text und mit genug Information zu bieten, ist gar nicht so einfach, denn um Bilder gezielt einzusetzen ist die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Verhalten unabdingbar. Ob Recherche über Wahrnehmung, Werbung, Marketing oder auch Psychologie – es folgt der Schluss: ein Bild sagt mehr als tausend Worte, aber jede Person versteht es anders!

Doch nichtsdestotrotz haben die Mitarbeiter/innen der STVG ein Set von BABICO DO-IT-YOURSELF-AUFSTELLER entwickelt, die auch ohne (viel) Text die Aufmerksamkeit der Zielgruppe erwecken soll, unabhängig ihrer Gender und Diversity Ausprägungen.

Weniger ist mehr

Der erste Schritt bei der bildhaften Darstellung war die Formulierung der Kernbotschaft: „Lesen, Schreiben, Rechnen und Computer – Wir bieten Beratung rund um Basisbildung!“ Das Projektteam hat sich aufgrund dessen dazu entschlossen, vier verschiedene Aufsteller zu entwicklen: Aufsteller Lesen, Aufsteller Schreiben, Aufsteller Rechnen und Aufsteller Computer!

Mission: Neugierig machen

Die Idee war geboren, erste Vorschläge und Bilder gesichtet, aber das wirkliche Kunststück war nun die Umsetzung ohne Text! Schnell wurde klar, dass mit Bildern nicht alle Informationen auf einmal übermittel werden können. Doch es ist auf jeden Fall möglich die Neugierde der Zielgruppe zu wecken und auf das Angebot aufmerksam zu machen.

(Etwas geschummelt)

Und ja, wir haben etwas geschummelt, damit wir mit wenig Text auskommen… Wir haben uns mit einer Anwendung für Smartphones beholfen: QR Codes – kein Text, aber viel Information im Hintergrund!

PS: Die Aufsteller selbst stehen als PDF Download zur Verfügung und können selbst gedruckt, gefaltet und aufgestellt werden! Eine Büroklammer gibt den nötigen Halt und ist zugleich ein funktionaler Visitenkartenspender! http://babico.stvg.eu

Alf, das Alfa-Telefon

und die Diversity und Gender Mainstreaming Geschichte

Wie lassen sich die Alfa-Telefonnummer 0810 20 0810 und Angebote der Basisbildung im virtuellen Raum verbreiten? Und zwar so, dass sich Männer wie Frauen, ExpertInnen und Erwachsene mit Basisbildungsbedarf, Erwachsene mit Deutsch als Erstsprache und Erwachsene mit Migrationshintergrund angesprochen fühlen?
Eine reizvolle Aufgabe, der wir uns vom abc-Salzburg gestellt haben. Denn das kontinuierlich betreute “Alfa-Telefon Österreich” nützt nur dann, wenn möglichst viele Menschen davon erfahren und die Nummer gerne verbreiten.
Schnell war klar: ein Low-Budget-Video wird es sein. Wir haben deshalb mit Alf (er besteht aus einem orangen Hörer, einem Ringelkabel und einer Wählscheibe) ein erstes Video gedreht. Die Vorbereitungsarbeiten waren für uns äußerst spannend. Die Ideen sprudelten, es wurde lange und heiß diskutiert: Schließlich wollten wir alle Zielgruppen bestmöglich erreichen.

Grete und Zlatko

Besonders wichtig war uns, dass sich MigrantInnen wie auch Erwachsene mit Deutsch als Erstsprache als mögliche NutzerInnen des Alfa-Telefons erkennen, sich als Zielgruppe angesprochen fühlen. Eine mögliche Hürde für den Zugang zu den Infos, die über unser Video verbreitet würden, sahen wir in der Sprache: Es galt daher eine einfache Sprache zu finden, die leicht verständlich ist und dennoch nicht plump wirkt. Sie sollte die Kursangebote erwachsenengerecht und mit Leichtigkeit präsentieren.
In zwei großen Probeläufen mit anschließender Befragung haben wir unser Video präsentiert. Das half uns auf die Sprünge. Vor allem die Befragung der eigentlichen ExpertInnen – unserer 92 KursteilnehmerInnen – mit der Bitte um gnadenlose Kritik sorgte für grundlegende Änderungen. 12 KursteilnehmerInnen hatten die Alf-Telefonnummer im Video nicht einmal wahrgenommen!

Wir entschieden uns, das Video in zwei Video-Clips zu teilen. Die Nummer wurde öfter platziert, Teile wurden weggelassen, andere eingefügt. Jetzt sind die Clips fertig und stehen im Netz. Eines zeigt Grete - sie lernt schreiben und eines Zlatko - er lernt lesen und schafft den Führerschein. Zwei Beispiele gelingenden Lernens!

Klicken Sie sich rein. Wir freuen uns auf Feedback! Denn: zwei weitere Clips (IKT und Mathematik) warten auf Realisierung und wir lernen gerne dazu!

Wozu welche Studien/Publikationen und unter welchen Umständen bringen diese wem was?

Ich hatte mir die Aufgabe recht einfach vorgestellt, die Recherche dessen, was es an Studien und Publikationen zur Alphabetisierung und Basisbildung in Österreich bzw. zur österreichischen Situation gibt. Großzügig war schon der Verzicht auf eine Unterscheidung zwischen Studie und Publikation, auch eine klare Abgrenzung des Themas fehlte, der einfache Gedanke dahinter war, dass es wohl nur eine überschaubare Menge an Publikationen oder Studien zum Thema geben wird.
Die ganze Komplexität eröffnete sich mit einer genaueren Recherche und in Gesprächen mit den ExpertInnen im Rahmen von Interviews, aus denen wir dann einen Film gemacht haben, der auf der Tagung am 12.9.2013 auch präsentiert werden wird. Nicht nur die Definition des Forschungsgegenstandes präsentierte sich (erwartungsgemäß) schwierig, auch die Frage nach der Funktion und Sinnhaftigkeit von Studien, sowie nach notwendigen Untersuchungsbereichen.
Die österreichischen ExpertInnen sind sich offensichtlich auch gar nicht einig: während manche mehr Informationen über die Zielgruppe einfordern monieren andere, dass diesbezügliches Wissen hinterfragenswürdig ist, da dadurch ein Bild einer Zielgruppe konstruiert wird, welches ohne entsprechende Reflexion zur Verfestigung von Zuschreibungen führt. Meinen die einen, dass Studien zur Didaktik und Methodik fehlen, halten andere diesen Bereich für marginal bedeutend.
Sehr viel an Publikationen und Studien wird übrigens vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur gefördert, vieles davon im Kontext von Projekten. Von mehreren Seiten wurde in diesem Zusammenhang die Bereitschaft dieses Ministeriums positiv hervorgehoben, auch (selbst-)kritische Untersuchungen zu unterstützen, die sich nicht nur mit kurzfristiger Umsetzung und schnellem Nutzen beschäftigen, sondern den Diskurs kritisch gegen den Strich bürsten.
Wir haben versucht, einen Überblick über die vorhandenen Studien und Publikationen zum Thema Basisbildung und Alphabetisierung in Österreich zu bekommen, indem wir über Mail und über die sozialen Medien aufgerufen haben, Abstracts zu eigenen Publikationen einzureichen bzw. uns darüber zu informieren, welche Studien es gibt. Das Ergebnis dieser Recherche fassen wir im folgenden Überblick zusammen. Die genannten Studien werden auf der Tagung im Rahmen eines Büchertisches aufgelegt, viele der AutorInnen werden anwesend sein und für Fragen zur Verfügung stehen.
Bis 9.9.2013 haben Sie übrigens noch die Möglichkeit, sich zur Tagung anzumelden. Wer es nicht nach Wien schafft, kann die Liveübertragung der Tagung im Internet verfolgen. (Dieser Link ist nur am 12.9.2013 während der Tagung verfügbar)

Tagung einfach:komplex (12.09.2013)

Das Programm der Tagung einfach:komplex Impulse für einen nachhaltigen Transfer von Studienergebnissen in die Alphabetisierungspraxis, veranstaltet von Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Arbeiterkammer Wien, Arbeiterkammer Niederösterreich ist fertiggestellt.

ReferentInnen
Sie finden alle Details zur Tagung sowie eine kurze Beschreibung der ReferentInnen auf der Tagungsseite: http://www.zukunft-basisbildung.at/tagungen/einfach-komplex

Marktplatz
In der Alphabetisierung und Basisbildung tätige Einrichtungen sind eingeladen, ihre Ergebnisse, Modelle und Good Practices im Rahmen eines Marktstandes (Infoblatt: Beteiligung am Marktplatz) zu präsentieren.
Wir bitten um Einreichungen bis zum 31.07.2013 bei inspire.

Studien
Auf der Tagung sollen Studien aus Österreich präsentiert werden. AutorInnen sind eingeladen, uns über ihre Studien bis zum 14.06.2013 zu informieren (Infoblatt: Einladung zur Präsentation von Studien).
Wir bitten um Informationen bis zum 14.06.2013 an inspire.

Einfach zum Nachfühlen

Fällt es Ihnen leicht einzugestehen, dass Sie etwas nicht können, was für alle anderen – zumindest in Ihren Augen – ganz selbstverständlich und normal ist? Steigt bei Ihnen auch die Angst sich zu blamieren, je überzeugter Sie davon sind, dass alle anderen das können würden?
Den – in unserem Kopf konstruierten -  Ansprüchen und Erwartungen der Mitmenschen nicht zu entsprechen, kann enormen Stress verursachen. Es gibt kaum etwas Schlimmeres, als von seinem sozialen Umfeld missachtet oder gar ausgeschlossen zu werden. Dazugehören, geachtet werden, Anerkennung erfahren sind grundlegende, menschliche Bedürfnisse.
Ein Großteil der Menschen, die Basisbildung benötigen würden, sitzen in dieser Art „sozialer Falle“, die es ihnen sehr schwer macht, sich daraus zu befreien.
Spielen Sie den folgenden Interventionsarchetyp mit verschiedenen Annahmen durch, mit und ohne externe Interventionsschleife. Nehmen Sie sich etwas Zeit und reflektieren Sie Situationen, in denen Sie am liebsten im Erdboden versunken wären, feuchte Hände und eine zittrige Stimme bekamen, aber auch, wo Ihnen durch unerwartete Hilfe ein Stein vom Herzen fiel.

Beispiel:
Erwartung an mich: Ausfüllen eines Formulars > ich bin unsicher beim Schreiben > befürchtete soziale Konsequenz: für dumm gehalten werden > frühere Erfahrungen werden bestätigt > Vermeidungsstrategie anwenden (z.B. Brille vergessen – Formular mit nach Hause nehmen) > alles bleibt wie es ist! Selbstvertrauen sinkt weiter.Positive Intervention als Reaktion z.B. einer Beraterin, die wertschätzend Hilfe anbietet > die erwartete negative Reaktion wird nicht bestätigt, sondern eine positive Erfahrung wird gemacht > wird diese Erfahrung öfter bestätigt, kann sich die Strategie zu „aktiv um Unterstützung ersuchen“ ändern. Gleichzeitig erfolgt eine positive Entwicklung z.B. der Selbstwahrnehmung (Verstärkerschleife).PS: Bei vielen Trainings und Teamentwicklungen geht es letztlich immer wieder um diesen Interventionsprozess. Viele Arbeitsmethoden leiden an mangelnder Beteiligung, weil Gruppenmitglieder befürchten, dass sie die Erwartungen (z.B. Wir sind lauter kluge Köpfe – wir beherrschen die Rechtschreibung!) nicht erfüllen.

Mein Wunsch – intervenieren Sie – wertschätzend und rücksichtsvoll!

Christian Wretschitsch, ÖGB-Oberösterreich

Praxis Basisbildung

Praxis Basisbildung – Beiträge von PraktikerInnen für PraktikerInnen in der Basisbildung

Seit kurzem ist der Blog Praxis Basisbildung freigeschalten, um PraktikerInnen der Basisbildung – TrainerInnen und BeraterInnen – eine Vernetzungsplattform zu bieten. Konzipiert und zur Verfügung gestellt wird dieses Forum von den mit Qualitätsentwicklung befassten Partnereinrichtungen des Netzwerkprojekt In.Bewegung: inspire, ISOP und BHW Niederösterreich.

Praxis Basisbildung soll

  • organisationsübergreifende Vernetzung initiieren
  • Partizipations- und Reflexionsräume schaffen
  • fachliche Impulse setzen
  • kritische Auseinandersetzung mit dem Thema „Qualität in der Basisbildung“ bieten

Die grundlegende Idee des Blogs ist: ExpertInnen schreiben für ExpertInnen. D.h. die AutorInnen des Blogs kommen idealerweise aus der Basisbildungspraxis, sind TrainerInnen oder BeraterInnen. Jede/r kann Beiträge schreiben, die/der sich dazu berufen fühlt und Wissen weitergeben möchte.

Praxis Basisbildung (und die daran angeschlossene Facebook Gruppe) fungiert auch als Vernetzungs-, Kommunikations- und Planungsplattform für TeilnehmerInnen an den In.Bewegung Weiterbildungsangeboten Netzwerktreffen und Adventure Workshops.

Projekt:Lesen

Haben Sie schon einmal vom „kursorischen Lesen“ gehört? Oder kennen Sie das Bild „Der Bücherwurm“ von Carl Spitzweg?

Projekt Lesen
Lesekompetenz ist auch im Computerzeitalter eine Grundvoraussetzung. Das Projekt Lesen des Onlineportals teachSam bietet für alle Lese-Fans – und die, die es noch werden wollen – eine große Sammlung an verschiedenen Materialien, Arbeitstechniken und Wissenswertes über das Lesen! Für Anfänger und Fortgeschrittene, vielfältige Informationen und Zugänge unterstützen Lernende und Lehrende.

teachSam
Der Bildungsserver teachSam ist eine multimediale Lernumgebung mit Beiträgen zu unterschiedlichen Lern- und Lehrbereichen die bereits seit 1998 besteht. teachSam stellt Schulen, Hochschulen und Institutionen, aber auch außerschulischen Bildungseinrichtungen überwiegend kostenlose Informationen, Links, Lernvideos etc zur Verfügung. Auch unterschiedliche Arbeitstechniken, pädagogische Hintergründe und themenspezifische Projekte sind auf teachSam zu finden!

Bildungsreisen Wien: Erste Ergebnisse

Eignen sich NEUE LERNORTE außerhalb klassischer Kursräumlichkeiten für die Basisbildung und wenn ja, für welche Zielgruppe und in welcher Weise?

In einem gemeinsamen Entwicklungsprozess mit TeilnehmerInnen planen, erproben und evaluieren wir NEUE LERNORTE in Wien. Unsere Neue Lernorte antworten auf Bedürfnisse und Alltagserfahrungen unserer TeilnehmerInnen. Auf unseren REISEN lernen und erfahren wir Übungsmöglichkeiten in den Kulturtechniken im Alltag und verknüpfen diese mit Bildungsanregungen an Neuen Lernorten. „Ui, so ein langes Wort! Muss ich das jetzt lesen?“ Na sicher! „Wie lange brauchen wir von unserem Standort zur Donau? Was ist 1 km? „Wisst´s Ihr, was das für ein Getreide ist?“ Ein Teilnehmer stellt die Frage und wir raten– leider falsch! Wir werden aufgeklärt, erfahren Wissenswertes über den Anbau von Getreide, von Erträgen und den Zusammenhängen mit den klimatischen Bedingungen im Land. „Wer ist Klimt?“, „Wer ist Judith?“, „Was ist eine Lithografie?“
Durch die Einbeziehung der TeilnehmerInnen im Planungs-, Umsetzungs-, Reflexions-und Evaluationsprozess werden Planungskompetenzen erworben und Lernkompetenzen erweitert. Unsere ersten Ergebnisse zeigen, dass die BASISBILDUNG BILDUNGSREISEN in Wien zudem einen wichtigen Beitrag zu Gesundheit und Empowerment darstellen.

„Ich habe meinen Freunden vom Donaupark erzählt, wann der erbaut worden ist und warum! Ich habe mich getraut, das zu erzählen.“
„Ich war mit meiner Freundin auch im Schlosspark Belvedere. Ich wollte ihr zeigen, wo wir alle waren!“

Mit der Methode des Lernens im Gehen schließen wir an die Schule des Aristoteles und die philosophische Richtung der Peripatetiker an, wonach durch Übungen in Sprechfertigkeit und Erweiterung der Denk- und Erzählkunst im Gehen Bildungs- und Lösungsprozesse in Gang kommen.
„Walk and talk“, „Wien geht“, „Promenadologie“ – die Wissenschaft des Spaziergangs,
„Stadterkundungen“, und und und – eines ist allen Angeboten gemeinsam: Raus aus den „Innenräumen“, „in Bewegung“ kommen: körperlich, geistig und emotional!

Elke Gruber, Universität Klagenfurt, weist auf die Notwendigkeit hin, dass die Erwachsenenbildung auch den Auftrag hätte, Menschen wieder neugierig zu machen. „Helfen könnte uns dabei, wenn wir von der Vorstellung abrücken, mit Lernen ausschließlich einen Mangel beheben zu wollen. Damit eröffnen sich Formen des Lernens, die stärker mit Freizeit, Genuss und Vergnügen gekoppelt sind. Die Erwachsenenbildung kann Orte dafür anbieten, an denen diese Art des Lernens möglich ist; wo man eine Zeit verweilen kann und jene spezifischen Formen der sozialen Begegnung vorfindet, die neugierig machen und nachdenklich stimmen; die aber auch Orte der Unterhaltung, der Besinnung und des Wohlfühlens sein können, Orte, an denen man auftanken kann – im körperlichen wie im geistigen Sinne. (Elke Gruber, S: 81, in: Learning Communities. Hg. Christine Schachtner, Angelika Höber)

Weitere Ergebnisse bis Februar 2014!

Astrid Klopf-Kellerer, Angelika Walz und TeilnehmerInnen der Basisbildung der
VHS Floridsdorf Wien

Was hat Digitale Literalität mit Qualität zu tun?

Das Thema Qualität in der Basisbildung spielt seit Bestehen von In.Bewegung eine zentrale Rolle. Die Entwicklungsergebnisse des Netzwerkprojekts hatten einen wesentlichen Einfluss auf die Länder-Bund-Initiative im Bereich Basisbildung.

In den dort relevanten Rahmenrichtlinien für die Basisbildung und die Vermittlung von Grundkompetenzen wird zu Recht hervorgehoben, dass qualifizierte TrainerInnen „von zentraler Bedeutung und unverzichtbar in einem qualitätsvollen Basisbildungsangebot“ sind, und facheinschlägige Aus- und Weiterbildungen sorgen dafür, dass angehende TrainerInnen gut ausgebildet in die Praxis gehen.

Soweit so gut

Verwunderlich (erschreckend?) scheint aber dann doch, dass unter den Anerkennungskriterien für Förderungen von Angeboten unter dem Punkt „Qualifikation von TrainerInnen“ folgendes zu lesen ist:

C.1.4. Personenbezogenes Kompetenzprofil von mindestens 30% der eingesetzten Trainer/innen
Dies betrifft insbesondere Kompetenzen, die in Hinblick auf die Zielgruppe des Bildungsangebots erforderlich sind, jedoch auch nach Abschluss einer einschlägigen formalen Qualifikation nicht automatisch vorausgesetzt werden können. Dazu zählen beispielsweise Fremdsprachenkenntnisse, Kompetenz in Informations- und Kommunikationstechnologien, Personale (Selbstreflexion, -organisation, Kreativität …) und Soziale Kompetenz (Kommunikation, Gesprächsführung, Rhetorik, Konfliktmanagement, Moderation …), Gender- und Diversitykompetenz, oder weitere, vom Bildungsträger zu definierenden zielgruppenspezifischen Kompetenzen.

Da fragt man sich natürlich, was das grundsätzlich und speziell im Kontext des diesjährigen Tagungsthemas heißt:

Einschlägige formale Qualifikationen (und möglicherweise auch facheinschlägige Aus- und Weiterbildungen) können nicht „automatisch“ gewährleisten, dass TrainerInnen über Kreativität (Begeisterungsfähigkeit, Intuition, Neugierde etc.) und Kompetenzen im Bereich IKT verfügen? Ja eh, aber täts das nicht vielleicht brauchen?
Es reicht für eine Akkreditierung aus, wenn mindestens 30% (in Worten: Dreißig Prozent!) der eingesetzten TrainerInnen diese Kompetenzen mitbringen? 30% ? Im Ernst?

Ich bin mir sicher, dass die praktizierenden Trainerinnen und Trainer der Basisbildung über Kompetenzen, die in Hinblick auf die Zielgruppe des Bildungsangebots erforderlich sind, verfügen, bzw. dass die einschlägigen formalen Qualifikationen oder facheinschlägige Aus- und Weiterbildungen gut sind. Ich nehme ganz einfach an, man hat sich mit 30% zu begnügen, bis entsprechende Instrumente zur Bewertung der angesprochenen Kompetenzen gefunden sind, bzw. diese Instrumente auch angewendet werden, wenn es darum geht, angehende TrainerInnen schon vorab auf ihre Tauglichkeit für den Beruf zu testen.

Und was heißt das dann für die Entwicklungsarbeit in In.Bewegung?

Wir hoffen, dass mindestens 30% der TrainerInnen und BeraterInnen über Kompetenzen im Bereich IKT und über soziale sowie personale Kompetenzen verfügen (obwohl Gespräche im Vorfeld der Entwicklungsarbeit mit TrainerInnen und Personen, die Weiterbildung anbieten, in Bezug auf IKT leichten Zweifel aufkommen lassen).
Wir hoffen, dass mindestens 30% der TrainerInnen und BeraterInnen über Kompetenzen und Eigenschaften verfügen, die für den Beruf generell und für erfolgreiche Kommunikation und die Anwendung digitaler Kommunikationsmittel speziell notwendig sind: Kreativität, Begeisterungsfähigkeit, Intuition, Neugierde…
Wir wissen, dass Trainerinnen und BeraterInnen dank des Akkreditierungsverfahrens im Rahmen der Länder-Bund-Initiative von ihren Einrichtungen als ExpertInnen für Qualität anerkannt und entsprechend unterstützt werden, sich zu vernetzen und weiterzubilden.

Und wenn Ihnen jetzt unmittelbar dazu kein Kommentar einfällt…

…können Sie sich selbstverständlich auch auf der Tagung zu diesem Thema einbringen. Der Beitrag ProfessionalistInnen in der Basisbildung – Digitally Literate? befasst sich genau mit diesem Thema. Der Impuls geht – gestützt auf Ergebnisse einer Bedarfserhebung, die inspire im Rahmen der Qualitätsentwicklung für In.Bewegung durchgeführt hat – grundsätzlich auf die Frage ein, ob TrainerInnen und BeraterInnen über ausreichende Basisbildung im Bereich Web Literacy verfügen und versucht im Speziellen Antworten darauf zu finden, weshalb Instrumente digitaler Vernetzung von TrainerInnen und BeraterInnen oft nicht genutzt werden, obwohl Ressourcen geschont und schnell auf individuelle Bedarfe reagiert werden könnte.

Denn wir wissen auch:
1) Vernetzung unter TrainerInnen und BeraterInnen und digitale Tools für den informellen Austausch über die Praxis vermögen die Qualität des Angebots zu steigern.
2) Ohne ausreichende Digital Literacy von BeraterInnen und TrainerInnen kann in Zukunft keine qualitätsvolle Basisbildung mehr geleistet werden.