In.Bewegung, das Best of!

in-bewegung-bunt-1024x604In.Bewegung ist ja auch schon nicht mehr ganz da. Wir wollen uns aber natürlich nicht verabschieden, ohne noch einmal ein “Best of” zu präsentieren. Vieles wurde im Rahmen dieses Projektes erdacht, entwickelt, erprobt und transferiert. Manche der Produkte sind in In.Bewegung 1 in den Jahren 2005-2007 entwickelt worden und waren wichtige Grundlagen, andere wurden erst in diesem Jahr fertig gestellt, quasi top aktuell.

Denkt man an Produkte von In.Bewegung fällt natürlich sofort die überregionale und überinstitutionale Informationsdrehscheibe www.basisbildung-alphabetisierung.at ins digitale Auge. Information, Beratung und Service rund um das Thema Basisbildung durch die website und das Alfatelefon-Österreich. Um möglichst vielen Menschen das Alfatelefon näherzubringen, wurde Alf ins Leben gerufen und in Szene gesetzt. Digital sind aber auch die Blogs Zukunft-Basisbildung und Praxis-Basisbildung. Wenn sie jetzt natürlich sofort die links auf ihre Korrektheit überprüfen, schauen Sie doch mal beim youtube- und issuu-Kanal von In.Bewegung vorbei. Dort finden Sie nicht nur das Format 2 Minuten In.Bewegung, sondern auch die Infopakete Basisbildung, verschiedene Produkte zum Thema Lehrlinge, das Lernlabor Basisbildung, oder auch ein Handbuch zur Integration von digitalen Medien im Basisbildungsunterricht.

Nicht nur digital, sondern auch physisch passierte in den letzten 9 Jahren viel Austausch. Mit  Zukunft-Basisbildung wurde ein innovationsorientiertes Vernetzungsinstrument geschaffen, um gemeinsam über die zukünftigen Herausforderungen der Gesellschaft an die Basisbildung zu reflektieren und neue Zugänge zu generieren. Die Tagungen fanden in Graz, Linz und Wien statt. In.Bewegung traute sich aber auch aufs Land. Erfahrungen im Aufbau eines Basisbildungsangebotes in einem ländlichen Umfeld finden Sie in dieser Broschüre.

Geschafft haben es die BasisbildungsbotschafterInnen. Sie sind KursteilnehmerInnen und  BotschafterInnen für Basisbildung in einem! Das größte menschliche Alphabet können Sie hier bestaunen, an die 600 SchülerInnen waren dabei auf der Straße. Gutes Stichwort: Mit den TeilnehmerInnen haben wir auch kleine Bildungsreisen veranstaltet, um sie zum Lernen an neue Lernorte zu führen. Zu guter Letzt war In.Bewegung auch auf der Straße: Zum Beispiel am Weltalfatag oder im Lesemonat Juni.

Lernen – Bewegung – Ernährung

Neuer Lernort, Lernlabor, raus aus©o0o0xmods0o0o dem Kursraum. So war die Zielsetzung unseres Vorhabens. Ein befreiender Gedanke! Der Alltag verlangt uns doch täglich alle Kompetenzen ab: Problemlösung, Kommunikation, Wissen anwenden, Begabungen einsetzen – eine echte Annäherung an den Alltag unserer Lernenden.

Wir fragten die echten ExpertInnen der Basisbildung nach Lernfeldern, ihren Vorstellungen vom Lernen außerhalb des Kursraumes und planten gemeinsam.
Bewegung und Gesundheit wurde mehrheitlich als wichtigstes Ziel genannt. So entstand unsere Version des neuen Lernortes: Fit wie ein Turnschuh.

Diversity und GeM Aspekte waren Querschnittmaterie in allen Aspekten unserer Maßnahme. In der Befragung der Teilnehmenden im Vorfeld war ein klarer, geschlechterspezifischer Zugang zum Thema Gesundheit und Bewegung ersichtlich. Darauf richteten wir alle Aktivitäten aus: Frauen ausreichend Wissen zu vermitteln, um sie in ihrer Rolle innerhalb der Familie zu unterstützen und Männer in einem stärkeren Maße für gesunde Ernährung und regelmäßiger Bewegung zu sensibilisieren. Personen ab 45 Jahren wurden durch auf sie abgestimmte Bewegungsformen für den neuen Lernort gewonnen werden.

Das Ergebnis war beachtlich. Auch 6 Monate nach Abschluss der beiden, je 4-wöchigen Durchgänge gaben die Teilnehmenden in der Evaluierung an, regelmäßiger Sport zu treiben und sich bewusster zu ernähren. Der Lernfortschritt wurde im Rahmen der Evaluierung natürlich auch reflektiert. O-Ton einer Teilnehmerin: Ich hab den Trainingsplan selbst mit einer excel-Liste erstellt. Da kenn ich mich jetzt aus!“

Brot und Spiele und die Infoboxen

Es entspricht dem Wesen der modernen Zeit, Informationen in leicht konsumierbaren Appetithäppchen serviert zu bekommen, da ja bekanntlich vielen Menschen zu wenig Zeit bleibt, um sich in aller Genüsslichkeit zu vertiefen. Kein neues Phänomen, doch aktuell, wie mir scheint. Informationssendungen werden zu newsflashs, Bedienungsanleitungen von E-Geräten gibt es in Kürzest und Langanleitungen, ja selbst die geschätzte Sportart Mini-Golf gibt es schon als Speed-Version.
Gerade das Streuen von Information, oder das Bereitstellen von Studien- und Forschungsergebnissen soll unterhalten. Infotainment heißt das Zauberwort, also Unterhaltung und Information, kurzweilig aufbereitet, wenn geht mit Bildern (oder im Fall dieses Blogs) und links als Beilage garniert.
Gut gelungen, jedenfalls was den kommerziellen Erfolg angeht sind die Science Busters, die uns Forschung auf Weltniveau, dargebracht von der schärfsten Science Boygroup der Milchstraße, versprechen.
Information und Unterhaltung sollen sich also nicht ausschließen dürfen. Diesem Prinzip folgend präsentiert In.Bewegung- Netzwerk Basisbildung und Alphabetisierung mit großem Stolz die ersten beiden Ausgaben der Infobox Basisbildung.
Kurzweilige Unterhaltung an heißen Sommertagen!

Lernraum Bewegung „Fit wie ein Turnschuh“

In.Bewegung beschäftigt sich ja auch schon wieder 7 Jahre mit der Frage, wie denn das Lernen für Menschen mit Basisbildungsbedarf methodisch und didaktisch noch besser aufbereitet sein kann. 70% des Gelernten findet Schätzungen zufolge außerhalb des institutionalen Rahmens statt. Was liegt näher, als mit unseren TeilnehmerInnen den Kursraum zu verlassen um zu lernen
ISOP GmbH entwarf einen neuen Lernort, der das Bewusstsein  der Menschen mit Basisbildungsbedarf für eine gesunde und körperbewusste Lebensweise stärken soll. Unsere Idee war, das theoretisch im Kursraum erworbene Wissen sofort auch in die Praxis umzusetzen. Der neue Lernort wurde ganzheitlich konzipiert. Planungskompetenzen vermittelten im gemeinsamen Erstellen eines individuellen Trainingsplanes, mathematische Kompetenzen in der individuellen Leistungsfeststellung und in der Messung des Leistungsfortschrittes, Arbeiten im Team durch die gemeinsame Planung und Durchführung der Maßnahmen, sowie Kommunikationskompetenzen durch die schriftliche und mündliche Reflexion des Lern- und Trainingsfortschrittes. Auch eine rein kognitive Wissensvermittlung durch Informationen um Gesundheit, Ernährung und positive Einflüsse durch gesteigerte Bewegung war Teil des Konzepts.
In Kooperation mit einem Fitnessstudio wurde bei 5 KursteilnehmerInnen ein Gesundheitscheck durchgeführt, aus den Ergebnissen wurden individuelle Übungen abgeleitet. Im Unterricht wurden die Ergebnisse des Checks nochmals genauer unter die Lupe genommen und Fachbegriffe erklärt. Die TeilnehmerInnen erstellten selbst auch Trainingspläne und ein Trainingstagebuch, um den individuellen Fortschritt zu dokumentieren. Nach 4 Wochen schweißtreibenden Trainings und Unterrichts gestalteten unsere Teilnehmenden eine Abschlussveranstaltung in Form einer Wanderung. Fazit unseres neuen Lernortes: Begeisterte, motivierte TeilnehmerInnen, die selbständig lernten und trainierten!
Rosi Pirker, Alfred Berndl, ISOP GmbH

5 Beispiele für Crowdfunding im Bildungsbereich

Zur Vorbereitung auf einen Online-Vortrag im Rahmen der Konferenz “Zukunft-Basisbildung” habe ich zum Thema “Crowdfunding im Bildungsbereich“ recherchiert und ein paar Beispiele zusammengetragen und möchte diese hier als kleine Anregung zur Diskussion stellen:

L3T – Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien 

Das L3T ist ein “Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien und steht unter http://l3t.eu via Open-Access mit insgesamt 48 Kapiteln zum freien Download seit 1.2.2011 zur Verfügung.” Das Ziel, das Lehrbuch frei zur Verfügung zu stellen, wurde mittels Crowdfunding realisiert. Die Masterprojektarbeit von Julia Kaltenbeck “Crowdfunding und Social Payments im Anwendungskontext von Open Educational Resources” widmet sich neben den Crowdfunding-Grundlagen auch speziell diesem Projekt und thematisiert unter anderem auch die Vor- und Nachteile, ein solches Projekt über Crowdfunding zu finanzieren

Crowdfunding-Webinar und Crowdfunding-Seminar

 Ende 2010 haben ikosom-Kollege David Röthler und ich über die Vorteile von Webinaren diskutiert und darüber nachgedacht, ob man solche Online-Formate auch mittels Crowdfunding finanzieren könnte. Ein paar E-Mails und Google Docs später hatten wir unser erstes Crowdfunding-Projekt online, das Webinar: Crowdfunding im Kultur- und Sozialbereich. Als Hauptprämie gab es den Teilnahme-Link zum Webinar, das Projekt wurde erfolgreich durchgeführt. Ein halbes Jahr später wollte ich noch einen Schritt weiter gehen und habe das Seminar “Crowdfunding für Filmemacher” in Berlin gemeinsam mit der “Crowd” organisiert und finanziert.

 museum in motion

 Spannend fand ich auch das Projekt museum in motion von Ivana Scharf, bei dem es darum ging Schülern den Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen. “In diesem Pilotprojekt wird mit Schülern und Kunstvermittlern ein mobiles Atelier entwickelt, das in die Schule kommt. Hier können sich Jugendliche mit künstlerischen Mitteln einer künftigen Ausstellung nähern. Dabei ist alles offen: Themen, Material und Form. So erleben die Schüler ihr eigenes Kunstverständnis.”, heißt es in der Projektbeschreibung. Ihre Erfahrungen und Eindrücke hat Ivana Scharf unter anderem in der Präsentation “Wie macht man ein Museum mobil? Crowdfunding für kulturelle Bildung” festgehalten.

 Stipendia – Das Stipendien-Netzwerk

 Auf der Schweizer Plattform 100-days.net findet man aktuell das Projekt “Stipendia“. Das Projekt steht bei knapp 87% der Zielsumme und läuft noch 3 Tage. Die Idee dahinter: “Stipendia soll eine internationale Stipendiendatenbank werden. Mit ihr könntest du beispielsweise schnell und einfach nach Mitteln für einen Auslandsaufenthalt in Spanien oder einen Kostenzuschuss für deinen Englisch-Sprachkurs suchen.” 

DS106 – The Open Online Community of Digital Storytellers

Natürlich finden sich auch auf internationalen Plattformen spannende Projekte. Ein Beispiel dafür ist “DS106 – The Open Online Community of Digital Storytellers“, ein Projekt von Jim Groom, director of the Division of Teaching and Learning Technologies an der Universität Mary Washington. Über kickstarter sammelte er mehr als $ 12.000 für sein digital storytelling Projekt im Rahmen einer Lehrveranstaltung ein.

Weitere Beispiele finden sich in meiner Präsentation, die ihr gemeinsam mit der Aufzeichnung hier findet: Mein Online-Vortrag zu Crowdfunding im Bildungsbereich [PRÄSENTATION]

Crowdfunding in der Bildung – welche Vorteile ergeben sich? 

Wie man sieht, finden sich auch in diesem Bereich bereits vorzeigbare Projekte. In meinem Vortrag habe ich versucht, einige der Möglichkeiten und Vorteile für im Bildungsbereich Tätige herauszuarbeiten. Einerseits kann Crowdfunding als unabhängige Finanzierungsform gegenüber (oder parallel zu) öffentlichen Förderungen eingesetzt werden, mit Hilfe derer man Ideen vergleichsweise rasch umsetzen kann. Andererseits schafft es einen direkten Draht zur Community, die nicht nur aus Schülern oder Studenten, sondern auch aus Kollegen, Partnern, Bildungsinstitutionen etc. bestehen kann. Insofern ist Crowdfunding hier nicht nur Finanzierungstool, sondern vor allem ein Networking- und Community-Building-Werkzeug.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Crowdfunding im Bildungsbereich gemacht? Gibt es noch mehr Beispiele, die wir hier noch anführen sollten? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

Wolfgang Gumpelmaier
gumpelMEDIA – kommunikation & neue medien

LEO & LEA

DIE Studie für alle Basisbildner und Interessierte: Die leo. – Level-One Studie“ fand, dass mehr als vierzehn Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung (18-64 Jahre) in Deutschland von funktionalem Analphabetismus betroffen sind.
Die Zahl von 7,5 Millionen Menschen, welche deutlich höher ist als der Schätzwert von etwa vier Millionen schockierte doch sehr.
Ziel der leo.Studie ist die Untersuchung des Grades der Literalität der deutsch sprechenden Bevölkerung und fokussiert dabei auf den unteren Kompetenzbereich der sogenannten Alpha-Levels.


Personen die Mitten im Leben stehen
Besonders wichtig für mich, war zu lesen, dass die Betroffenen Menschen aus unserem Umfeld sind, und vor allem mitnichten vom Erwerbsleben ausgeschlossen sind. 57 Prozent gehen einer Erwerbstätigkeit, häufig im Bau- und Reinigungsgewerbe, nach.  
Sehr spannend: Auch Personen mit höherer Bildung stellen mit 12,3 Prozent einen nicht unerheblichen Anteil auf Alpha-Level 1 dar.

Alpha-Levels go Europe
Deutschland definiert Standards: denn die Alpha-Level Skala könnte vermutlich europaweit zur Geltung kommen, da zurzeit auch die internationale Verlinkung von Studien aus Deutschland, Frankreich und England vorbereitet wird.
In Frankreich, identifiziert die IVQ-Studie 9 Prozent der erwachsenen Bevölkerung als Funktionale Analphabet/inn/en. Bei einer Grundgesamtheit von 40 Millionen erwerbsfähigen Personen in Frankreich, ergibt sich daher eine Anzahl von 3,1 Millionen. Laut der Skills for Life Studie haben in England, 5,2 Millionen Personen (16 Prozent der 16- bis 65-Jährigen) Lese-, Schreib- und Rechenkenntnisse auf Level One.

Die lea.-Verlinkungsstudie versucht zusätzlich diese Alpha-Level Skala mitdem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER)  in Beziehung zu setzten, damit alle EU-Länder diese nachvollziehen und für ihre Zwecke interpretieren können. Auf diese Weise wird die Transparenz und Kommunizierbarkeit des verbessert.

In Need of Research
Nach Bekanntwerden der Größenordnung des funktionalen Analphabetismus in Deutschland durch die leo. –Studie ist die Bedeutung der Literalitätsforschung noch einmal dringlicher geworden.
Zwei wichtige Bereiche wurden bereits „erforscht“:

Alphabetisierung und Grundbildung – für wen?

Die Zielgruppen in Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener sind auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen. Wie grenzt man sie ein und wie geht man auf sie zu? Für mich sehr spannenden Beiträge zur Erfassung und Beschreibung der Zielgruppe.

Erwachsene lernen anders als Kinder

Wie bereits bekannt ist, verlaufen Lernprozesse nicht immer erfolgreich und es gibt zahlreiche Gründe, warum diese unterbrochen oder abgebrochen werden. Der Band Lernprozesse in Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener erläutert die unterschiedlichen Phasen des Prozesses des Lesen- und Schreibenlernens bei Erwachsenen und in diesem Zusammenhang die große Bedeutung von Lern- und Beteiligungsbarrieren.

Auf weitere Erkenntnisse sind wir schon gespannt…..

Ricarda Motschilnig, Kärntner VHS

Net Kids – die digitale Generation

Net-Kids

Mithilfe von über 300 Kindern und Jugendlichen der Netz-Generation hat sich Don Tapscott auf die Suche danach begeben, was das Internet und andere digitale Technologien für unsere Kinder tun. Trotz aller Ängste, dass Kinder durch die neuen Technologien unsozialer und unintelligenter werden zeigt Tapscott auf, dass sie mit ihnen spielen, Beziehungen aufbauen und ihre Welt erkunden. Und er kommt zu dem Schluss, dass die Chancen des digitalen Zeitalters die Nachteile bei weitem überwiegen.
Tapscott beschreibt, welche Rolle Technologie im Lernverhalten der Netz-Kids spielt, wie sie sich untereinander, mit Freunden und Familie sozialisieren.

Trifft dieses Bild auf alle Jugendliche zu? Wie gehen Jugendliche mit mangelnden Basisbildungskenntnissen mit Internet, Web 2.0 und Co um?
Einen „hands-on“ Einblick in die Welt des Internet ermöglicht die Tagung „Zukunft.Basisbildung“, die Graz am 18. und 19. Juni 2012 stattfindet. Möglicherweise erhalten wir hier eine Antwort.

Marion Höllbacher, STVG
www.stvg.com

 

Ein treuer Wegbegleiter

Das ipad in der Hand, sitze ich im Bus von Athen zum Kap Sounio. Der berühmte Poseidontempel wartet dort auf meine Besichtigung. Es regnet, die Badestrände der Küstenstraße entlang sind leer und warten auf den Saisonbeginn. Viele halbfertige Gebäude sind während der Fahrt zu sehen. Auswirkungen der Finanzkrise?
Das soll aber jetzt kein Reiseblog werden, sondern über das ipad und den Zusammenhang mit Web Literacy.
Mit dem Web ist es hier im Bus leider nicht weit. Außerhalb von Hotels und Internetcafes ist die Verbindung noch unerschwinglich teuer. Glücklicherweise gibt es Karten, die man offline benutzen kann,  um mit Hilfe des eingebauten GPS die aktuelle Position bestimmen zu können. Fast unvorstellbar, wie man früher ohne Navi reisen konnte.
Das ipad ist im letzen Jahr mein ständiger Reisebegleiter geworden. Reiseführer trage ich nicht mehr in Buchform mit mir, sondern lade sie mir als Apps herunter mit dem großen Vorteil, dass diese auch immer Karten beinhalten, die man dann im Zusammenhang mit dem GPS als Orientierungshilfe verwenden kann.
Auch meine Fotos und Filme mache ich fast nur noch mit dem ipad. Einerseits, weil ich es sowieso fast immer bei mir habe und andererseits brauche ich diese zum Anschauen nicht erst auf den PC oder Laptop laden, sondern kann gleich auf dem Tablet anschauen. Bei bestehender Internetverbindung werden dann ausgewählte Fotos auf facebook geladen, damit auch die Daheimgebliebenen von der Reise – online und fast live – etwas mitbekommen. Vom Hotel oder  einem Café mit “Free WLAN”  gibts dann die Möglichkeit mit Freunden wirklich live zu (video)telefonieren und das for free.
Mit dem Programm imovie mache ich öfter aus den Fotos und Videos kurze Filme, die dann ihrerseits wieder auf youtube landen und dann in facebook angeschaut werden können.
Weitere Multimedia Anwendungen
sind: Musik hören, Filme schauen oder auch Bücher lesen. Diese können entweder in amazon oder apple store gekauft werden oder in der Stadtbibliothek gegen eine geringe Jahresgebühr ausgeborgt werden.
Also darunter würde ich beispielsweise Web Literacy verstehen: darüber Bescheid wissen, wie man sich z.B.  ein Buch online kaufen oder ausborgen kann und wie man es dann am Tablet liest. Oder auch zu wissen, wie man sich Filme oder Fernsehbeitrage aus den Mediatheken der verschiedenen TV Sender ansehen kann, wenn man diese versäumt hat.
Was mache ich noch alles mit dem ipad. Ich checke meine mails, und meinen Terminkalender. Sobald ich die Schutzhülle für das ipad hochklappe, ist dieses im Arbeitsmodus – ohne ewig auf das Hochfahren zu warten – und es wir auch gleich angezeigt, ob neue E-Mails angekommen sind, oder ob jemand in facebook eine Nachricht geschickt hat oder einen Eintrag kommentiert hat.
Natürlich kann man das alles mit jedem Laptop oder Smartphone machen, aber ein Laptop ist im Vergleich zum ipad viel unhandlicher und schwerer. Braucht einige Zeit zum Starten, hat kein GPS integriert, die eingebaute Kamera taugt nicht zum Fotografieren und spätestens nach zwei Stunden ist der Akku aus. Ein Smartphone hat dagegen den Vorteil, dass es sehr klein und kompakt ist  – auch alles kann – und man damit zusätzlich auch damit telefonieren kann. Der große Nachteil ist aber, dass es für alle Anwendungen, die nicht nur für das Ohr bestimmt sind – wie telefonieren und Musik hören – einfach zu klein ist. Um darauf Bilder oder Filme anzuschauen ist schon ein Adlerblick nötig, der – sollte er jeweils vorhanden gewesen sein – mit zunehmendem Alter meist verloren geht. Und für die Bedienung ist eine gut entwickelte Feinmotorik nötig, die ja auch nicht bei allen gleich gut entwickelt ist.
Momentan mangelt es zwar noch an Apps für die Basisbildung, ich bin mir aber sicher, dass es in nächster Zeit auch erwachsenengerechte Programme zum Lesen und Schreiben Lernen geben wird.

Karl Bäck, atempo