Short films against illiteracy

Wie lassen sich Kurzfilme in der Basisbildung einsetzen? Das war Thema des Grundtvig-Workshops „Short films serving the fight against illiteracy” in Nizza im April 2014.

Der Sender euronews berichtete über den Workshop. Hier ist der Link zum Video.

Gruppenfoto

16 TeilnehmerInnen aus acht EU-Ländern setzten sich eine Woche lang mit dieser Thematik auseinander, das abc-Salzburg war auch mit dabei. Abgehalten wurde der Workshop von der Organisation Héliotrope, welche unter anderem das jährliche Kurzfilmfestival „un festival c’est trop court“ in Nizza organisiert und Filmprojekte von SchülerInnen unterstützt.

Fazit dieser Woche: Kurzfilme lassen sich vielseitig im Basisbildungsunterricht einsetzen:

Kurzfilme in der Gruppe anschauen und Filmkritiken erstellen

Das geht über ein „gefällt mir“ oder “gefällt mir nicht, weil“ hinaus. Lernende werden zu FilmkritierInnen und beurteilen die Dialoge, die Musik, das Szenario… Wer ist an einer Produktion beteiligt, wer hat welche Aufgaben? Zumeist stellt dies für die Lernenden eine neue, ungewohnte Aufgabe dar. Für viele Filme stehen online auch kostenlose filmpädagogische Begleitmaterialien zur Verfügung.

Durch das Eintauchen in die Welt des Kurzfilms könnte bei einigen der Wunsch nach einer eigenen Produktion auftauchen. Einrichtungen, wie z.B. das Institut für Medienbildung mit der Angebot „Aktion Film“ in Salzburg, unterstützen dabei.

 Lernende als Filmschaffende

Bild und Ton wirkungsvoll einzusetzen, eine Geschichte erzählen, aktiv werden und einen eigenen Film machen ist auch im Basisbildungsunterricht möglich. Fotofilme eignen sich besonders gut dafür. Die Lernenden machen mit Digicams Fotos zu einem Thema, wählen passende Musik aus. Im Internet gibt es mehrere kostenlose Programme, zum Beispiel „Photo to Movie“. Das Tolle an Fotofilmen ist zum einen, dass man Szenen immer wieder umstellen oder ganz neu erstellen kann und zum anderen, dass schon mit 3-4 Bildern begonnen werden kann.

An Filmen arbeiten heißt immer auch an Monologen, Dialogen oder Voice-Over-Texten (Tonaufnahme einer Stimme, die über die Szene gelegt wird) zu arbeiten. Vieles wird geschrieben, verändert, bearbeitet ohne dass es einen direkten Schreibauftrag von außen gibt.

Arbeiten mit Untertiteln

Im deutschsprachigen Raum hat die Synchronisation von Filmen und Serien eine große Tradition. Die Verwendung von Untertiteln ist nicht weit verbreitet, dabei stellt sie ein hilfreiches Mittel dar, um Lesen in einem spannenden Kontext zu üben oder auch Fremdsprachen zu lernen. Außerdem können dadurch fremdsprachige Filme zugänglich gemacht werden, die nicht synchronisiert wurden.

Für die Erstellung von Untertiteln gibt es freie Software, wie etwa „Subtitle Workshop“ für Windows oder „MovieCaptioner“ für Mac. Einerseits können diese von TrainerInnen genutzt werden, andererseits können beispielsweise fortgeschrittene Lernende mit Deutsch als Zweitsprache ihren Fotofilm mit einem Voice-Over in ihrer Muttersprache hinterlegen und dazu selbst deutschsprachige Untertitel erstellen.

Besonders lustig wird’s, wenn man in eine bekannte Filmszene falsche Untertitel einfügt.

Durch das Hochladen auf Videoplattformen können die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Zu beachten sind hierbei unbedingt die Lizenz- und Urheberrechte.

Hilfreiche Links:
Download Photo to Movie: www.netzwelt.de/download/11297-photo-to-movie.html
Tutorial Photo to Movie (in Englisch): www.youtube.com/watch?v=FeE_mi6y1gE)
Download Subtitle Workshop: www.netzwelt.de/download/3190-subtitle-workshop.html
Tutorial Subtitle Workshop: www.youtube.com/watch?v=4O3NkWjTkaY&feature=youtu.be
Download MovieCaptioner: moviecaptioner.findmysoft.com
Tutorial MovieCaptioner (in Englisch): www.youtube.com/watch?v=yh3UegeqZeQ
Lizenzfreie Filme (in Englisch): archive.org
Lizenzfreie Musik (in Englisch): freemusicarchive.org
Filmpädagogisches Begleitmaterial: www.kinofenster.de/lehrmaterial/filmhefte
Kurzfilmverleih in Österreich: www.sixpackfilm.com
Institut für Medienbildung: www.imb-salzburg.at

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