Best Quality

Best Quality

In Bewegung hat in den letzten Jahren intensiv an der Entwicklung von Qualitätskriterien für die Basisbildung gearbeitet. Allein: Mit der Festschreibung von Qualität wird  dieselbe noch nicht erzeugt, geschweige denn gesichert. Die Frage nach der Qualität in der Basisbildung bleibt also bestehen. Nur: Wie wird die Frage nach der Qualität in Zukunft gestellt werden?


Qualität entwickeln
Wer Qualität entwickeln möchte, kommt nicht umhin zu fragen, wo sie steht und wohin sie soll. In.Bewegung stellt sich dazu folgende Fragen:

  • Hat das Thema “Qualität in der Basisbildung” Zukunft?
    Oder: Ist es mit der Initiative Erwachsenenbildung abgeschlossen?
  • Welche Initiativen zum Thema gibt es momentan auf österreichischer aber auch europäischer Ebene?
  • Welche Handlungsfelder zum Thema sind für die neue Programmperiode identifizierbar?
  • Welche Empfehlungen können gegeben werden?

Im Moment
Die Qualitätsentwicklung von In.Bewegung beschäftigt sich momentan mit Fragen der Weiterbildung von PraktikerInnen als Voraussetzung für qualitativ hochwertige Lehr- und Lernprozesse. Weiterbildung heißt bei uns Vernetzen – Netzwerktreffen – und neue Formate: Adventure. Neben den fachlichen Aspekten in den Adventure Workshops stehen bei den Netzwerktreffen eher Peer Learning Aspekte und persönliche Kompetenzen (motivieren können) im Vordergrund.

Kritische Frage
Entwicklung braucht bekanntlich kluge Köpfe und Anreize, sich über ein erforderliches Maß hinaus anzustrengen. Beidem könnten wir in Organisationen begegnen, die ums Überleben kämpfen; oder in Einrichtungen, die Innovation fördern und  inhaltliche Handlungsspielräume erzeugen. Handlungsspielräume entstehen gern dort, wo beste Voraussetzungen zur Erbringung der Arbeitsleistung herrschen. Innovationsfreude hat möglicherweise mit hohem fachlichem Niveau, Mut zum Experiment und mit Kombinationsgabe zu tun.
Die kritische Frage ist nun, wie sich kluge Köpfe und Anreize auf der Sparschiene verhalten: Wo wird am ehesten gespart (jetzt auch im Sinne von Zeit erübrigen, sich einlassen auf), wenn die Arbeitsbedingungen prekär sind? Tatsache ist, dass die Zeiten – trotz Länder-Bund-Initiative – schon einmal rosiger waren. Gut etablierte Angebote stehen vor dem Aus. PraktikerInnen für eine Professionalisierung zu gewinnen, ist schwieriger geworden, selbst wenn die Weiterbildungsangebote sie kostenlos sind.

Der Mehrwert
Die Nationalagentur Lebenslanges Lernen (ÖAD) fördert 2013/14 schwerpunktmäßig Workshops zum Thema Literacy. In nächster Zeit wird sie einen Workshop-Katalog für 2013/14 veröffentlichen. Die Teilnahme an diesen Workshops wird finanziell unterstützt. Auch das EBSN (= European Basic Skills Network) bietet in zahlreichen europäischen Hauptstädten hochkarätige Kurse zur Professionalisierung von Lehrkräften in der Basisbildung  an. An Angeboten mangelt es jedenfalls nicht. Doch: Ist dieser Mehrwert am Weiterbildungsmarkt auch am Arbeitsmarkt  zu beobachten?
Ambitionierte Praktikerinnen werden sich fragen, ob es sich denn beruflich auszahlt, sich noch weiter zu professionalisieren. Es gibt kaum Aussicht auf bessere Arbeitsbedingungen, null Arbeitsplatzsicherheit, keine bessere Bezahlung und kaum Chancen auf einen beruflichen Aufstieg. Wie wollen die Anbieter da die unzähligen Workshops in ganz Europa voll bekommen?

Der Gewinn
Ein echter Gewinn für alle könnte vielleicht die Integration der Basisbildungsexpertise in Initiativen wie literacy.at, family literacy oder Zeit Punkt Lesen sein. Diese Initiativen erreichen immer nur Familien, die ihre Kinder sowieso fördern können, weil sie über beste Lesefähigkeiten verfügen. Wenn die Leseförderung für Kinder mit der Basisbildung gepaart werden könnte, wäre das eine geballte Ladung Know How in Sachen Methodik, Didaktik, Public Relations und Innovation. Wie wäre es mit einem Workshop dazu?

Ein Gedanke zu “Best Quality

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