Bildungsreisen Wien: Erste Ergebnisse

Eignen sich NEUE LERNORTE außerhalb klassischer Kursräumlichkeiten für die Basisbildung und wenn ja, für welche Zielgruppe und in welcher Weise?

In einem gemeinsamen Entwicklungsprozess mit TeilnehmerInnen planen, erproben und evaluieren wir NEUE LERNORTE in Wien. Unsere Neue Lernorte antworten auf Bedürfnisse und Alltagserfahrungen unserer TeilnehmerInnen. Auf unseren REISEN lernen und erfahren wir Übungsmöglichkeiten in den Kulturtechniken im Alltag und verknüpfen diese mit Bildungsanregungen an Neuen Lernorten. „Ui, so ein langes Wort! Muss ich das jetzt lesen?“ Na sicher! „Wie lange brauchen wir von unserem Standort zur Donau? Was ist 1 km? „Wisst´s Ihr, was das für ein Getreide ist?“ Ein Teilnehmer stellt die Frage und wir raten– leider falsch! Wir werden aufgeklärt, erfahren Wissenswertes über den Anbau von Getreide, von Erträgen und den Zusammenhängen mit den klimatischen Bedingungen im Land. „Wer ist Klimt?“, „Wer ist Judith?“, „Was ist eine Lithografie?“
Durch die Einbeziehung der TeilnehmerInnen im Planungs-, Umsetzungs-, Reflexions-und Evaluationsprozess werden Planungskompetenzen erworben und Lernkompetenzen erweitert. Unsere ersten Ergebnisse zeigen, dass die BASISBILDUNG BILDUNGSREISEN in Wien zudem einen wichtigen Beitrag zu Gesundheit und Empowerment darstellen.

„Ich habe meinen Freunden vom Donaupark erzählt, wann der erbaut worden ist und warum! Ich habe mich getraut, das zu erzählen.“
„Ich war mit meiner Freundin auch im Schlosspark Belvedere. Ich wollte ihr zeigen, wo wir alle waren!“

Mit der Methode des Lernens im Gehen schließen wir an die Schule des Aristoteles und die philosophische Richtung der Peripatetiker an, wonach durch Übungen in Sprechfertigkeit und Erweiterung der Denk- und Erzählkunst im Gehen Bildungs- und Lösungsprozesse in Gang kommen.
„Walk and talk“, „Wien geht“, „Promenadologie“ – die Wissenschaft des Spaziergangs,
„Stadterkundungen“, und und und – eines ist allen Angeboten gemeinsam: Raus aus den „Innenräumen“, „in Bewegung“ kommen: körperlich, geistig und emotional!

Elke Gruber, Universität Klagenfurt, weist auf die Notwendigkeit hin, dass die Erwachsenenbildung auch den Auftrag hätte, Menschen wieder neugierig zu machen. „Helfen könnte uns dabei, wenn wir von der Vorstellung abrücken, mit Lernen ausschließlich einen Mangel beheben zu wollen. Damit eröffnen sich Formen des Lernens, die stärker mit Freizeit, Genuss und Vergnügen gekoppelt sind. Die Erwachsenenbildung kann Orte dafür anbieten, an denen diese Art des Lernens möglich ist; wo man eine Zeit verweilen kann und jene spezifischen Formen der sozialen Begegnung vorfindet, die neugierig machen und nachdenklich stimmen; die aber auch Orte der Unterhaltung, der Besinnung und des Wohlfühlens sein können, Orte, an denen man auftanken kann – im körperlichen wie im geistigen Sinne. (Elke Gruber, S: 81, in: Learning Communities. Hg. Christine Schachtner, Angelika Höber)

Weitere Ergebnisse bis Februar 2014!

Astrid Klopf-Kellerer, Angelika Walz und TeilnehmerInnen der Basisbildung der
VHS Floridsdorf Wien

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