Gedankenstürme

Gedankenstürme, – weithin bekannt als Brainstorming – haben in pädagogischen Kontexten schon etliche Beliebtheitsphasen durchgemacht: vom hochgepriesenen Kreativwerkzeug über die schnelle Problemloese-Maschine bis zur Verlegenheitsmethode. Momentan scheint Brainstorming wieder interessant zu werden, weil es online betrieben werden kann. Das gibt dem althergebrachten Instrument einen innovativen Touch.

Wenn’s blitzt …                  Brainstorm

Manch einer grübelt lieber alleine vor sich hin, die andere lässt sich von der Gruppe inspirieren – egal: Hauptsache, es gibt einen Weg aus der gedanklichen Sackgasse. Und da sind wir gleich bei den Einsatzmöglichkeiten in der Erwachsenenbildung: Brainstorming ist meiner Meinung nach eine Möglichkeit

  • Wissen zu aktivieren
  • den Ideenreichtum einer Gruppe zu bündeln
  • Inspiration zu erzeugen
  • Gedankenfeuerwerke loszutreten

Bei der Kartenabfrage von Wortschlucker koennen die Grübler ungestört Gedanken sammeln, bei brainR tun sie das in der Digital Community und bei tricider kann ein abgeschlossener Raum erstellt und über die Vorschläge online abgestimmt werden. Alle Tools sind kostenlos, ohne Registrierung und intuitiv bedienbar.

Und die Erfahrungen damit in der Basisbildung?

Die Teilnehmenden sind weit weniger skeptisch als die TrainerInnen …

 

 

 

web literacy in aller munde, oder besser: in aller tastatur?

…und wir und unsere teilnehmerinnen. wir digital immigrants und sie…digital visitors? und dann von downloaden reden und links schicken, und wenn sich eine nicht auskennt, einfach nach einem passenden tutorial googlen, oder podcast oder einfach ein einem forum suchen, ob jemand ein ähnliches problem hat, auf das schon mehrere geantwortet haben, oder mal einen blick auf die faqs werfen.
klingt so einfach, oder? bloß wie soll ich denn als lernprozessmoderatorin oder trainerin das nötige know-how rüber bringen, wo doch nicht mal das how-to klar ist?
vielleicht versuchen wir’s mal mit dingen zum angreifen, bevor wir BEgreifen. vielleicht bauen wir ganz einfach eine e-mail-adresse und zählen ganz langsam eins und eins zusammen…
und mit etwas glück postet  dann eine teilnehmerin auch mal in der pause ihren freunden und freundinnen auf facebook: „bin gerade in einer weiterbildung. sehr spannend J“ und das ist dann erst der anfang ;-)
Neugierig? Mehr dazu im  Workshop: Web literacy erwerben – Didaktische Annäherungen an die Zielgruppe und das Lernen mit dem Web

Katja Grach, akzente

Links
www.lernnetzwerk.wordpress.com
www.akzente.or.at

Lernen trifft MacBook

Ich hatte eine Woche lang die Möglichkeit, die VUC Sønderjylland an den Standorten Sønderborg, Tønder und Haderslev zu besuchen und die Arbeit vor Ort zu erleben. Die VUC lässt sich die Erwachsenenbildung einiges kosten und hat einen sichtbaren Schwerpunkt gesetzt: Technologiekompetenz. Eine Vision für Österreich.

VUC Sønderborg
VUC Sønderborg

Angebot von VUC
Allgemeine Erwachsenenbildung bietet die VUC (voksenduddannelsescenter) an insgesamt 29 Standorten in ganz Dänemark an. Zum Angebot der VUC zählen:

  • education for people with reading and writing disabilities (dyslexia)
  • preparatory education for adults (FVU)
  • higher preparatory examination courses (HF)
  • supplementary examination courses at upper secondary level (GS)
Lernen am MacBook
Lernen am MacBook

MacBooks für alle
VUC stellt allen Lernenden gegen eine Leihgebühr (Versicherungsabdeckung) MacBooks zur Verfügung. Das gesamte Lernkonzept der VUC spielt sich online ab. Das hausinterne “NETVUC” ermöglicht Lernenden und Lehrenden gleichermaßen auf Kurse, Dateien, Diskussionsforen, Materialien und andere Dokumente zuzugreifen. Arbeiten werden hochgeladen und von den Lehrenden direkt im System bewertet und kommentiert.

Präsentationsraum
Präsentationsraum

Design trifft Seminarraum
Das topmoderne, neu umgebaute Gebäude der VUC  Sønderborg lässt das Erwachsenen-bildungsherz höher schlagen. Technisch auf dem höchsten Stand ausgestattete Räumlichkeiten, die Lust auf Lernen machen. Alle Räumlichkeiten sind mit Smartboards, Kameras, Mikros und einer guten Internetverbindung ausgestattet. Der Unterricht findet in erster Linie über das Online “NETVUC” statt. Jeder Unterrichtseinheit stehen drei verschiedene Räumlichkeiten zur Verfügung. Das Lernkonzept sieht vor, mehrmals die Sozialform während des Kurses zu verändern. So stehen neben Labors, einem Turnsaal, einem Atelier, Gruppenarbeitsräumen, Besprechungsräumen und Silent Zones auch die futuristischen apfel- bzw. kürbisähnlichen Präsentationsräume zur Verfügung.

VUC mobil
VUC mobil

Lernmobil
Als spezielles Angebot für Firmen bietet die VUC auch aufsuchende Erwachsenenbildungs-angebote an. Das Wohnmobil ist, wie alle anderen Räumlichkeiten der VUC auch, technisch mit MacBooks und Smartboards ausgestattet. Der Strom wird von den Firmen zur Verfügung gestellt. In einem Wohnmobil können Legasthenie-Kurse für Erwachsene bis zu einer maximalen Gruppengröße von 6 Personen angeboten werden.

Parallelunterricht
Parallelunterricht

Parallelunterricht
Die technischen Möglichkeiten bieten auch die Variante des Parallelunterrichts. Über AdobeConnect, einem Smartboard, Kamera, Mikro und guter Internetverbindung können Kursteilnehmer/innen vor Ort (wie hier z.B. in Tønder) sowie auch Kursteilnehmer/innen virtuell (in diesem Fall im 50km entfernten Gram) am Englischunterricht teilnehmen.

Links
Dänisches Schulsystem
General Adult Education Programme des dänischen Unterrichtsministeriums

Unterricht bei VUC
Unterricht bei VUC
VUC Sønderborg
VUC Sønderborg
Besprechungsräume
Besprechungsräume

Seminarraum VUC

Seminarraum VUC

Keynotes Web Literacy

Web Literacy Konferenz

Es ist soweit: Das Programm der Tagung “Zukunft Basisbildung” ist fixiert!
Themen und ReferentInnen für den 18. und 19. Junie stehen fest und wir freuen uns darauf, Ihnen hier jetzt unsere Hauptreferent/innen der Tagung und deren Themen vorstellen zu dürfen.

Montag, 18. Juni 2012

  • Ton Zijlstra
    [Independent Consultant on Knowledge Work, Learning and Social Media]
    “Owning you Learning Path – Zum Lernen in der Netzwerkgesellschaft”
  • Dr. Eduard A. Stöger und Mag. Markus Bönisch
    [Statistik Austria]
    “Problemlösen am Computer – Ein aktueller Statusbericht zur OECD-Studie über Alltagsfähigkeiten von Erwachsenen (PIAAC) in Österreich”
  • Lena Doppel
    Univ.-Ass. Univ. f. angewandte Kunst [Digital Strategics cat-x media]
    “Wer postet mit? – Social Media Kommunikation für Bildungseinrichtungen”

 Dienstag, 19. Juni 2012

  • Dr. Sandra Schön und Dr. Martin Ebner
    [Salzburg Research Forschungsgesellschaft] bzw. [Technische Universität Graz]
    “Lehrtexte als Bücher in der Sackgasse oder auf der Überholspur?” 
  • Mag. Heinz Wittenbrink
    [Fachhochschule Joanneum, Web Literacy Lab]
    “Offene Bildung: Was wir von Open Source und der Wikipedia für die Bildungspolititk lernen können.”
Die hochkarätigen Referent/innen versprechen eine spannende Konferenz. Mehr zu unseren Hauptreferent/innen der Tagung gibt es hier.

Etherische Schreibblöcke

Das gemeinsame Online-Heft

Schreibblock im freien Äther – etwas frei vom Englischen “etherpad” übersetzt – ist ein Online-Texteditor, der gleichzeitiges, kooperatives Schreiben ermöglicht: Alle Beteiligten können gleichzeitig Text eingeben und bearbeiten und sehen die Änderungen der anderen in Echtzeit. Die Auswahl einer Schriftfarbe pro Benutzer hilft, die Textteile den einzelnen Personen zuzuordnen.

Die Vorteile

Der Vorteil von Etherpads gegenüber anderen Programmen zur kollaborativen Textverarbeitung besteht in der Online-Nutzbarkeit – eine lokale Installation ist nicht erforderlich. Die in den letzten Jahren verfügbaren freien Etherpads erfordern oft nicht einmal mehr eine Registrierung. D. h., dass ein gemeinschaftliches Arbeiten an einem Textdokument online durch einfaches Aufrufen einer Internetseite möglich wird. Das erspart der Kursleitung nicht nur Vorbereitungszeit, sondern – vor allem – den Lernenden die Hürden des Login.
Im Kurskontext sehr beliebt ist momentan Piratenpad: http://www.piratenpad.de/

Für die Basisbildung ist Piratenpad gut geeignet, weil

  • keine Registrierung und kein Login erforderlich ist
  • sich ein neues Dokument einfach mit einem Mausklick erstellen lässt
  • sich der Link auf Wunsch frei festlegen lässt (soweit verfügbar)
  • sehr übersichtlich ist
  • kostenlos ist

Im Lernkontext Basisbildung könnten Etherpads eingesetzt werden, um

  • gemeinsam einen Text(teil) zu verfassen
  • Informationen zusammenzutragen
  • Textteile einzufügen und zu ordnen
  • mit verteilten Rollen zu schreiben
  • Formulierungen zusammenzutragen
  • den Schreibprozess nachzuvollziehen
  • Schreibphasen sichtbar zu machen
  • ein neues Wissensprodukt zu erzeugen
  • das Schreiben als Problemlösung zu erleben

… heißt was?

In der Zusammenarbeit wird es notwendig werden, eigene Vorstellungen, Überlegungen, Formulierungen, Arbeitstechniken auszudrücken und nachvollziehbar zu machen. Das kann zur Erhöhung der Ausdrucksfähigkeit beitragen; auf jeden Fall werden den Erwachsenen viele Muster auf der formalen und auf der inhaltlichen Sprachebene bewusst. Gepaart mit Wissenszuwachs, Lernmotivation und Lernerfahrung ergibt das einen guten Antrieb für weitere Textproduktionen.

Lohnenswert weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Kollaboratives_Schreiben#Didaktische_Perspektive
http://de.wikipedia.org/wiki/Schreibprozess#Schreibdidaktische_Konsequenzen

Easy App für Alphabetisierungskurse

easy app

ForscherInnen haben eine Smartphone-Anwendung namens Easy-App ent-wickelt, die speziell auf die Bedürfnisse von AnalphabetInnen ausgerichtet ist. Erste erfolgreiche Einsätze in Alphabetisierungskursen haben bereits stattgefunden.

Mehr dazu:
http://www.tomshardware.de/EasyApp-Analphabetismus-Software-Smartphone-Alphabetisierung,news-247343.html
http://design.epfl.ch/easysms/blog/texting4all/Our_inspiration.html

Juhu, Leute! Heute ist Tag 0 des Runterzählers!

Habe heute Station gemacht und die Presse eingeladen, um das erste FunPic von mir zu schießen. Klick dich rein auf Facebook und errate, wo ich bin! Mit ein bisschen Glück kannst du gewinnen!

Alf, das Alf-a-Telefon

Zukunft Basisbildung: Web Literacy

Ab sofort ist es möglich, sich zu unserer Tagung „Zukunft Basisbildung: Web Literacy“ anzumelden. Von 18.-19. Juni 2012 widmen wir uns in Graz den Themen Social Media und Web Literacy. Das Tagungsformat ist physischer und virtueller Lernort zugleich.

Wir freuen uns über Ihre Beiträge in Form von Workshops, Animationen, Vorträgen, One Minute Madness oder am Marktplatz.

Die Anmeldung zur Tagung, Übernachtungsmöglichkeiten in Graz sowie eine Tagungsbeschreibung finden Sie auf Tagung 2012. Demnächst geben wir unsere Hauptreferent/innen bekannt, eine hochkarätige Expert/innengruppe im Bereich Web 2.0.

Über eine rege Teilnahme an diesem Zukunftsthema der Basisbildung freuen sich die Organisatoren:

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
ESF – Europäischer Sozialfonds
Netzwerk Basisbildung und Alphabetisierung in Österreich, Projekt In.Bewegung
Fachhochschule Joanneum, Graz